Neubaugebiet Mittelbuchen

Nicht mal zwei Prozent fahren zu schnell: Aktuelle Verkehrsbeobachtung und -planung in Mittelbuchen

Über die Planung barrierefreier Bushaltestellen vor der Apotheke in der Kesselstädter Straße beriet der Ortsbeirat ausführlich. Ebenso über die Einhaltung der Geschwindigkeitsbegrenzung in Tempo-30-Zonen.
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Über die Planung barrierefreier Bushaltestellen vor der Apotheke in der Kesselstädter Straße beriet der Ortsbeirat ausführlich. Ebenso über die Einhaltung der Geschwindigkeitsbegrenzung in Tempo-30-Zonen.

In der ersten Sitzung des Ortbeirats seit März sind weiterhin Fragen zur Verkehrsplanung offen. Auch das Neubaugebiet in Mittelbuchen wurde wieder diskutiert.

Mittelbuchen – Nach langer Pause stellte Ortsvorsteherin Caroline Geier-Roth (SPD) im Heinrich-Fischer-Haus die Beschlussfähigkeit des Beirats fest und eröffnete die Sitzung im Heinrich-Fischer-Saal mit eigenen Bekanntmachungen. Begrüßen konnte die Ortsvorsteherin zudem den Leiter der Ordnungsamtes, Thorsten Wünschmann und Markus Henrich, Leiter der städtischen Eigenbetriebs Hanau Infrastruktur Service (HIS).

Um eine Erläuterung der geplanten verkehrlichen Maßnahmen im Rahmen der Anbindung des Neubaugebiets hatten die Fraktionen von SPD, CDU und MAL gebeten. Die Verkehrsmessung, die rund um das etwa zur Hälfte bewohnte Neubaugebiet von März bis Mai an Stichtagen stattgefunden hatte, erörterte ausführlich der Leiter des städtischen Ordnungsamtes. Thorsten Wünschmann konnte anhand der statistischen Auswertungen der „aktiven Tempo 30-Tafeln“, wiederholter verdeckter und offener Messungen berichten, dass ungefähr 1,4 Prozent der Autofahrer zu schnell unterwegs gewesen seien. Im Durchschnitt erfasse man bei einer vergleichbaren Verkehrsmessung etwa sechs Prozent, so Wünschmann.

Neubaugebiet Mittelbuchen: Verkehrsgeschehen soll auch weiterhin beobachtet werden

Insgesamt war an neun Tagen zu unterschiedlichen Zeiten gemessen worden, sechs Verwarngelder wurden verhängt. Man werde das Verkehrsgeschehen weiterhin beobachten und Messungen durchführen, so der Leiter des Hanauer Ordnungsamtes, der weiterhin im persönlichen Gespräch bleiben will. Arbeitsgrundlage der Verkehrsführung in Mittelbuchen ist das mehrfach vorgestellte Konzept. Der Verkehr werde weiterhin beobachtet, so Wünschmann. Es sei eine Mehrbelastung zu erwarten, allerdings sei diese im städtischen Vergleich im unteren Bereich für eine Wohnerschließung.

Ebenfalls sehr ausführlich wurde Punkt fünf der Tagesordnung besprochen. Markus Henrich (HIS) erläuterte die Planung barrierefreier Bushaltestellen, die ein Länge von 22 Metern oder mindestens 16 Metern bei teilweiser Barrierefreiheit erforderten. Ausgangspunkt seiner Erörterung ist die geplante Verlegung der Bushaltestelle vor der Apotheke in der Kesselstädter Straße. Der Ortsbeirat befürworte den Umbau der Bushaltestellen, so Geier-Roth, gleichwohl habe man sich immer dezidiert dafür ausgesprochen, die Planungen mit den Anwohnern abzustimmen. Der aktuell favorisierte Standort für die neue Bushaltestelle liegt unmittelbar vor den Fenstern eines Wohnhauses, weshalb der Ortsbeirat um erneute Überprüfung eines Standortes bat. In Abstimmung mit der Hanauer Straßenbahn GmbH (HSB) soll die Verlegung der Bushaltestelle in die Straße „Zur Breulwiese“ überprüft werden, so der einstimmige Antrag des Ortsbeirates.

Zustand der Straßen, Radwege und Verkehrsführung in Mittelbuchen standen auf der Tagesordnung

Auch die weiteren Anträge der Fraktionen beschäftigten sich mit dem Zustand der Straßen, Radwege und der Verkehrsführung in Mittelbuchen. Ein wichtiges Anliegen ist der SPD-Fraktion die Erstellung eines Radwegekonzeptes für den Stadtteil. Insbesondere soll der Magistrat prüfen, wie die Führung des Radwegs aus Richtung Bruchköbel sicher zu gestalten sei. Hier hat die neue Radwegetrasse zu einer Verschlechterung der Situation geführt. Des Weiteren stellte die CDU-Fraktion den Antrag, den nicht mehr benötigten Mast am Fußüberweg in der Kesselstädter Straße abzubauen.

Die SPD fordert den Magistrat auf, die Straßenschäden in der Wachenbuchener Straße beheben zu lassen. Sie spricht sich zudem im Bereich der Unterflurhydranten in der Alten Rathausstraße und Obertorstraße für ein Parkverbot aus. Geprüft werden soll zudem, ob der Einbau von Straßenschwellen im Gebiet der Tempo 30 Zone (Büchertalstraße, Höhenstraße, Oberdorfelderstraße) die Fahrgeschwindigkeit effektiv vermindern kann. Alle Anträge wurde einstimmig beschlossen. Mit einer Enthaltung wird der Prüfantrag der CDU-Fraktion unterstützt, den Spielplatz in der Fichtelgebirgsstraße zu einem Mehrgenerationenspielplatz umzugestalten.

Die Ortvorsteherin berichtete zudem, dass vor der Post in Kurzzeit-Parkplätze eingerichtet worden sind, um ein sicheres Parken zu ermöglichen. Am 31. August werden im Ortsteil Flächen für das Grünflächenkataster aufgenommen und der Sportentwicklungsplan das Stadt geht an den Start, so die Ortsvorsteherin. Für den Hanauer Stadtlauf, der in diesem Jahr nicht stattfinden wird, kann dennoch das ‚Startgeld’ als Spende für die Frauenhäuser überwiesen werden.

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