Hanau nimmt an Förderprojekt teil

Junge Kicker sollen zum Buch greifen

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Das „kicken & lesen“-Betreuerteam (von links): Joachim Tokarz vom VfR Kesselstadt, Felix Aust vom FC Hanau 1893 und Edith Reusswig von der Stadtbibliothek Hanau.  

Hanau - Nach der Premiere im vergangenen Jahr hat sich die Stadt Hanau auch in diesem Jahr erfolgreich um die Beteiligung an dem Projekt „kicken & lesen“ beworben, das von der Hessenstiftung gefördert wird.

Die Brüder-Grimm-Stadt ist eine von vier Kommunen und erhält wie Bad Nauheim, Pfungstadt und Viernheim einen Zuschuss in Höhe von 1 500 Euro für diese besondere Leseförderung. Ziel dieses Projekts, das gemeinsam von der Hessenstiftung und dem FSV Frankfurt initiiert wird, ist es, das Lesen als Schlüsselkompetenz für Integration und Bildungs-chancen von Jungen zu fördern. Hinter allen spannenden Übungen und Freizeitangeboten, verbunden mit dem Kicken geht es um einen Klick im Kopf. „Jungs sollen in dieser spannenden Altersphase nicht abgehängt werden, was ihre Bildungschancen angeht. Bei kicken & lesen lassen sie sich coachen. Wenn sie dann ihr eigener Lesecoach werden, haben sie bereits gewonnen“, sagt Dr. Ulrich Kuther, Geschäftsführer der Hessenstiftung. Clemens Krüger, Geschäftsführer der FSV Frankfurt 1899 Fußball GmbH ergänzt: „Der FSV Frankfurt nimmt gemeinsam mit der Hessenstifung eine gesellschaftliche Verantwortung für die Integration der Jugendlichen wahr. Der Fußball verbindet, und ein tolles Projekt wie ,kicken und lesen in Hessen’ schafft Vertrauen - vor allem in Zeiten wie diesen.“

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Mit dem Bildungs- und Integrationsprojekt wollen die „hessenstiftung - familie hat zukunft“ und der FSV Frankfurt die Zielgruppe der bildungsfernen Jungen mit Migrationshintergrund erreichen. Dabei hat die Konzeption von „kicken & lesen“ Jungen im Alter zwischen zehn und 14 Jahren im Fokus und basiert auf der Feststellung, dass sie ein völlig anderes Leseverhalten an den Tag legen als Mädchen. Jungen brauchen eine gezielte Förderung, die berücksichtigt, dass sie sich gern an Vorbildern orientieren und sich leichter motivieren lassen, wenn spannende männliche Identifikationsfiguren im Mittelpunkt des Lesestoffs stehen, heißt es im Pressedienst der Stadt Hanau.

In dem Projekt „kicken & lesen“ wird die Attraktivität des Fußballs genutzt, um dort mit der Leseförderung für die Jungen anzusetzen. Wie erfolgreich die Idee ist, zeigten Lesetests im vergangenen Jahr, als während der Projektlaufzeit eine durchschnittliche Verbesserung der Lesefähigkeit um 13 Prozent festzustellen war.

Kooperationspartner der Stadtbibliothek Hanau ist in diesem Jahr der VfR 1925 Kesselstadt, nachdem in 2016 der 1. FC Hanau 1893 ausgewählt worden war. Unter dem Titel „Kicker-Intelligenz - Läuft bei Dir?“ werden wieder 15 Jungen der D-Jugend gemeinsam mit Projektleiterin Edith Reusswig vom 27. April bis zum 14. Juni an insgesamt zehn Projekttagen kicken und lesen. Auf dem Programm stehen neben Leseübungen in Kombination mit Fußball auf dem Sportplatz des VfR 1925 Kesselstadt auch das Kennen- und Nutzenlernen der Stadtbibliothek. Weitere Aktivitäten, die die Lesefreude fördern sollen, sind eine lange Lesenacht in der Stadtbibliothek, ein Projekttag zum Thema Gewaltprävention und ein Besuch des Eintracht-Museums und der Commerzbank Arena.

Wie Beate Schwartz-Simon als Leiterin der Stadtbibliothek erklärte, sollen nach den guten Erfahrungen im letzten Jahr verstärkt auch die Familien der beteiligten Jungen in das Projekt einbezogen werden. (cs.

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