Eugen-Kaiser-Schule

Nur 90 Parkplätze bei 700 Schülern: Parkärger an Hanauer Schule

Die Sudetendeutsche Straße in Klein-Auheim ist wie andere Straßen im Umfeld des Sozialpädagogischen Ausbildungszentrums der Eugen-Kaiser-Schule mit Autos von Schülern zugeparkt.
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Die Sudetendeutsche Straße in Klein-Auheim ist wie andere Straßen im Umfeld des Sozialpädagogischen Ausbildungszentrums der Eugen-Kaiser-Schule mit Autos von Schülern zugeparkt.

Der Neubau der Eugen-Kaiser-Schule hat für Lehrkräfte und Schüler viele Vorteile für die Abhaltung des Unterrichts mit sich gebracht. Die Nachteile des Standorts haben aber die Anwohner der umliegenden Wohnstraßen zu tragen, denn die werden seit der Einweihung zugeparkt.

Hanau - Mit dem Neubau des Sozialpädagogischen Ausbildungszentrums der Eugen-Kaiser-Schule am Pfützenweg in Klein-Auheim stieg die dortige Zahl der Schüler auf rund 700. Viele kommen nicht nur aus dem Main-Kinzig-Kreis, sondern aus umliegenden Kreisen und sogar aus Bayern. Auf dem Schulgelände, an der benachbarten Willi-Rehbein-Sporthalle und im öffentlichen Straßenraum an der Fasaneriestraße gibt es nach Auskunft der Stadt lediglich rund 90 Parkplätze.

Hanau: Großteil der Schüler kann mit dem Auto zur Schule kommen

Nur 100 Schüler sind unter 18 Jahre und besitzen deshalb noch keinen Führerschein. Wegen Teilzeitunterricht, Fehlzeiten und Praktika fehlen täglich weitere 100  Schüler, bleiben unter dem Strich also noch 500 Schüler täglich, die mit dem Öffentlichen Personennahverkehr oder aber mit dem Auto, Fahrrad, Roller oder Motorrad zur Schule kommen.

„Beim Neubau der Schule hat man offensichtlich komplett vergessen, dass durch die Lage viele Schüler auf ein Auto angewiesen sind, um zum Unterricht zu kommen“, bemängelt ein Anwohner der Sudetendeutschen Straße die Planung.

Parkplätze an der Schule reichen nicht aus

Die Zahl der Parkplätze an der Schule – von denen viele durch die Lehrkräfte belegt sind – sei völlig unzureichend, den Schülern bliebe nichts anderes übrig, als sich einen Abstellplatz in der Umgebung der Schule zu suchen. Wobei auch schon auf der Grünfläche an der Einmündung Pfützenweg zur Fasaneriestraße Autos abgestellt worden seien. „Allerdings zeigen viele der jungen Leute wenig Einfühlungsvermögen und parken ohne Rücksicht auf die Anwohner auch Einfahrten zu“, berichtet der Anwohner vor Ort.

Auf ihr Fehlverhalten angesprochen, hätten sich viele der Schüler uneinsichtig gezeigt, sodass die Anwohner – und davon gebe es eine ganze Reihe – sich gezwungen sahen, die Stadtpolizei zu rufen, um überhaupt von ihren Grundstücken abfahren zu können.

Fahrzeuge vor Schule in Hanau abgeschleppt

Laut deren Statistik seien in der Zeit vom 14. September bis zum 20. Oktober vier dementsprechende Hilfegesuche eingegangen und Mitarbeiter hätten vor Ort entweder die Fahrzeuge abschleppen lassen oder Verwarnungsgelder verhängt, heißt es von der Stadt auf Nachfrage unserer Zeitung.

Das benachbarte Außengelände des ehemaligen Schlachthofs an der Fasaneriestraße könnte laut eines Anwohners als provisorischer Parkplatz genutzt werden.

Man werde auch weiterhin „im Rahmen der personellen Möglichkeiten zu unterschiedlichen Zeiten bestreifen“, heißt es weiter in der Stellungnahme. Ungeachtet dessen könnten sich Bürger von montags bis samstags von 6.30 bis 21.30 Uhr über Falschparkende beschweren.

Hanau: Gehwege für Fußgänger zugeparkt

„Ich habe keine Lust, jeden Tag die Stadtpolizei wegen der Falschparker anzurufen“, betonte der Anwohner, der sich des Dilemmas, in dem die Schüler stecken, durchaus bewusst ist. Aber inzwischen habe sich die Situation so verschärft, dass wegen beidseitigen Parkens teilweise auf dem Gehweg in der Sudetendeutschen Straße zum Beispiel für Passanten mit Kinderwagen oder ältere Menschen mit Rollatoren kaum noch ein Durchkommen möglich sei.

„Der verbleibende Straßenraum ist so eng, dass ein Begegnungsverkehr nur noch unter größten Mühen möglich ist. Und ob ein großes Feuerwehrauto noch ohne Weiteres hier durchkommt, wage ich auch zu bezweifeln“, stellte der Anwohner fest.

Anwohner hat Vorschlag für Lösung des Parkproblems

Allerdings gebe es in der unmittelbaren Nachbarschaft zumindest kurzfristig eine Lösung, um einen Teil der parkenden Schülerautos unterzubringen. „Um die Ecke an der Fasaneriestraße steht das Gebäude des ehemaligen Schlachthofs nach der Schließung des dortigen Jugendklubs leer.

„Auf dem Außengelände mit zwei Ein- beziehungsweise Ausfahrten könnte man mindestens Parkplätze für 50 Autos schaffen“, betonte der Anwohner, der immer noch darauf hofft, dass die Stadt in diesem Bereich endlich aktiv wird und zum Beispiel mit Markierungen für legale Parkplätze für die Anwohner eine akzeptable Situation schafft.

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