Wälder besser nicht betreten!

Orkan „Sabine“ beschert auch den Hanauer Feuerwehren viel Arbeit

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Zu mehr als drei Dutzend Einsätzen mussten die Hanauer Feuerwehren ausrücken.

Orkan Sabine hat auch in Hanau Spuren hinterlassen, doch insgesamt hielten sich die Schäden in Grenzen. Viel Arbeit gab es trotzdem für die Hanauer Feuerwehren, die seit Sonntagabend zu mehr als drei Dutzend Einsätzen gerufen wurden.

Hanau – Das Positive: Niemand wurde bis gestern Abend durch die heftigen Sturmböen verletzt. An Hanaus Schulen und in den Kindergärten findet heute wieder der normale Betrieb statt. Gestern blieben die Einrichtungen vorsorglich geschlossen. Heute gilt das nur noch für die beiden Waldkindergarten-Gruppen der Arbeiterwohlfahrt im Klein-Auheimer Wildpark Alte Fasanerie. Denn der Wildpark bleibt nach Mitteilung des Forstamts auch heute geschlossen. „Wir werden im Laufe des Tages entscheiden, ob der Wildpark ab Mittwoch wieder geöffnet werden kann“, erklärte Forstamtsleiter Christian Schaefer.

Im gesamten Forstamtsbereich wurden nach ersten Schätzungen wohl bis zu 1500 Bäume durch das Orkantief beschädigt oder gar entwurzelt. Es dürfte einige Tage dauern, bis alle Bäume von den Waldwegen geräumt sind. Grundsätzlich rät das Forstamt davon ab, zur Zeit die Wälder zu betreten oder sich in Waldrandnähe aufzuhalten. Auch in den nächsten Tagen könnten als Folge des starken Windes und vereinzelter Böen noch immer lose Äste aus den Kronen der Bäume fallen.

Diese Latrine in der Obstbauanlage am Häuser Weg hielt der Kraft des Windes nicht stand.

Umgestürzte oder umsturzgefährdete Bäume sowie abgebrochene Äste bescherten auch den Hanauer Feuerwehren die meiste Arbeit im Stadtgebiet. So stürzte am Häuser Weg in Steinheim ein Baum auf die dortige Oberleitung. Gleiches war unweit des Herbert-Dröse-Stadions der Fall, wo ein Baum die Oberleitung der Bahnstrecke beschädigte. Umgestürzte Bäume blockierten zudem die Zufahrten zum Großauheimer „Tierviertel“ und zum Erlenseer Bärensee.

Eine mächtige Blutbuche hinterm Wilhelmsbader Kurhaus wurde ein Opfer Sabines.

Auch im Staatspark Hanau-Wilhelmsbad hinterließ Sabine Spuren. Mehrere Bäume wurden umgerissen, darunter eine alte Blutbuche direkt hinter den Kurgebäuden. Auch die Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten in Hessen rät zur Zeit dringend davon ab, den Kurpark sowie auch die anderen Schlossparks und Gärten zu betreten.

Umgekippt ist diese mächtige Tanne am Häuser Weg. Die Aufräumarbeiten laufen.

Kreisweit kam es laut Landratsamt zu rund 120 Sturmeinsätzen. Aber auch hier sind offenbar keine Personen zu Schaden gekommen, teilte das Landratsamt mit.

VON DIRK IDING

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