Keine kostenlose Entsorgung

Schredder sind mit großen Ästen und Wurzelstöcken überfordert

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Weil Äste und Wurzeln den Zugang versperrten, wurde die Sammelstelle auf den Bauhof-Areal dicht gemacht.

Hanau – Die Kritik eines Lesers an der Schließung der Sammelstelle für Gartenabfälle auf dem Gelände des früheren Bauhofs in Klein-Auheim (Fasaneriestraße 9) hatte es an den Tag gebracht: Es gibt Unklarheiten, wie und wo Bürger größere Äste und Wurzelwerk entsorgen können. Von Christian Spindler

Die Sammelstelle auf dem Bauhof-Areal war just deswegen geschlossen worden, weil dort immer wieder große Mengen von Holzabfälle abgeladen wurden und der Zugang zum Sammelcontainer versperrt war.
Doch wohin mit solchen Ast- und Wurzelabfällen? Der städtische Eigenbetrieb Infrastruktur Service (HIS) hatte auf Anfrage erklärt, dass bei der städtischen Sammelstelle und der zentralen Hanauer Kompostieranlage in Klein-Auheim (Fasaneriestraße, unweit Wildpark-Zufahrt) nur Äste und Wurzeln bis zu einem Durchmesser von 15 Zentimetern angenommen und verarbeitet werden können. Mehr schaffen die Schredder nicht. Nach dem Bericht in unserer Zeitung reichte die Stadt nun weitere Informationen nach. Demnach gebe es im Gegensatz zum „herkömmlichen“ Grünschnitt „keine kostenfreie Entsorgungsmöglichkeit für Wurzelstöcke oder Äste mit mehr als 15 Zentimetern Durchmesser“.

Das bedeutet für Hanauer Bürger, die solche großen Gartenabfälle loswerden möchten, dass sie diese entweder zum Abfallwirtschaftszentrum Gelnhausen-Hailer karren müssen und dort gegen Gebühr abgeben können. Oder man muss sich an einen Containerdienst wenden bzw. große Äste und Wurzeln bei einem gewerblichen Entsorger anliefern. Die Entsorgung erfolge dann im Regelfall als Altholz und nicht als Grünschnitt. „All dies ist allerdings kostenpflichtig“, so HIS. Solche Anbieter verfügten meist über Schredder, die auch Holzabfall über 15 Zentimeter häckseln können.

Diese Dinge entsorgt fast jeder falsch - gehören Sie auch dazu?

Informationen dazu, wie man Äste und Wurzeln entsorgen kann, findet man an den städtischen Sammelstellen bisher nicht.

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