Abstand mit Anna und Anton

Wie läuft Schulstart der Viertklässler nach neun Wochen Pause?

Gründlich die Hände waschen mit Seife am Waschbecken im Klassenraum ist angesagt.
+
Gründlich die Hände waschen mit Seife am Waschbecken im Klassenraum ist angesagt.

Vom 16. März bis zum 17. Mai – drei Wochen länger als die Sommerferien – waren die Grundschulen in Hanau für den Unterricht geschlossen. 

Hanau-Steinheim –  Seit gestern früh dürfen die 60 Viertklässler an der Theodor-Heuss-Schule in Steinheim – ebenso wie an den anderen Hanauer Grundschulen – wieder ihre Klassenkameraden sehen und sich auf vier Schulstunden in den Fächern Mathe, Deutsch und Sachunterricht freuen. Ab 8 Uhr durften jeweils zwölf Schülerinnen und Schüler im Viertelstundentakt zurück in die Klassenräume. Dort stehen die Schulbänke derzeit allerdings deutlich weiter auseinander als früher.

Um den Abstand einhalten zu können, wurden die drei Klassen 4a bis c in fünf Lerngruppen aufgeteilt. Konrektorin Jana Becke hatte mit dem Schulsozialpädagogen Timo Röder ein Video gedreht, das die Kinder auf den ersten Schultag vorbereiten sollte. Gemeinsam mit den Figuren „Anna und Anton Abstand“ zeigt der Sozialpädagoge den Schulweg durch das Treppenhaus in den Klassenraum und von dort in den Pausenhof – immer mit dem Hinweis auf den Mindestabstand von 1,50 Metern. Die Konrektorin weist dabei auch darauf hin, dass beim Betreten des Schulhofs Masken zu tragen sind. Und: „Wir freuen uns riesig auf euch“, sagt sie.

Sozialpädagoge Timo Röder erklärt die Regeln mit „Anna und Anton Abstand“.

„Das klappt heute prima“, ziehen Schulleiterin Anja Steigerwald und Sozialpädagoge Röder erste Bilanz, nachdem die ersten beiden Lerngruppen den Vordereingang passiert haben. Vom Aufstellplatz im Schulhof im Einbahnstraßensystem geht es hinauf zu den Klassenräumen im zweiten Stock. Auch im Treppenhaus gibt es gelbe Bodenmarkierungen, dort warten die Kinder vor der ersten Station, dem Händewaschen. Das folgt gleich nach dem Betreten des Klassenraums unter Beobachtung der Klassenlehrerin. Danach dürfen die Viertklässler an ihren festen Sitzplatz und endlich die Maske abnehmen. Als dann alle zwölf Schülerinnen und Schüler am Platz sitzen, kann der Unterricht losgehen.

Das Prozedere wiederholt sich nach der Pause im Anschluss an die ersten zwei Schulstunden oder beim Toilettengang. „Schau dir den Pfeil an, hier in der Einbahnstraße entlang des Pfeils geht es durch den Hinterausgang raus“, erklärt Konrektorin Jana Becke im Video, das sie auf die Schulwebseite gestellt hat. „Garderoben sind tabu, Jacken hängen am Platz.“

Im Abstand von 1,50 Metern stellen sich die Viertklässler an der Theodor-Heuss-Schule morgens auf dem Schulhof auf, bevor sie nach und nach in ihre Klassenräume gehen können. 

Der Ausgang ist mit einem Pfeil markiert, die Türen stehen offen. Ihre Pausen verbringen die Viertklässler auf dem Vorderhof, die Kinder der Notbetreuung auf dem Hinterhof.

„Solltet ihr auf die Toilette gehen, beachtet bitte die Toilettenampel“, erklärt Becke. Grün heißt hineingehen, Rot bedeutet warten, bis ein Kind herauskommt. Die Lehrkraft bringt die Kinder zur Pause mit Abstand auf den Schulhof, dort dürfen sie sich verteilen.

Bis zum 29. Mai erhalten die Viertklässler an der Theodor-Heuss-Schule täglich vier Stunden à 45 Minuten Unterricht. Ab dem 2. Juni kehren auch die 1. bis 3. Klassen sowie die Vorklasse an die Grundschule zurück. Damit reduziert sich für die Viertklässler die Unterrichtszeit. Ebenso wie alle anderen Klassen erhalten sie bis zum 3. Juli, dem Beginn der Sommerferien, von da an nur noch sechs Stunden pro Woche Unterricht.

VON HOLGER HACKENDAHL

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare