Schwimmbad

Öffnung in Corona-Zeiten: Schwimmbäder in Hanau bereiten sich auf Freibadsaison vor 

Nach den Corona-Lockerungen dürfen Schwimmbäder in Hessen wieder öffnen. Die Bäder in Hanau bereiten sich auf die Sommersaison vor. Besucher müssen sich an einige Änderungen gewöhnen.

  • Die Schwimmbäder in Hanau bereiten sich auf die Sommersaison vor
  • Die Bäder in Hanau sollen Anfang Juli öffnen
  • Für Besucher ändert sich einiges

Hanau – „Wir arbeiten alle mit Hochdruck daran, die Bäder für den Badebetrieb vorzubereiten. Auch ich habe eben noch die Becken gereinigt. Wir freuen uns einfach riesig auf unsere Gäste,“ sagt Paul Koser, Schwimmmeister derHanau Bäder GmbH. Seine Augen strahlen, der Rest des Gesichts ist unter der Mund-Nasen-Maske verborgen.

Hanau: Schwimmbäder öffnen später als in anderen Städten

Auch Uwe Weier, Geschäftsführer des Hanauer Unternehmens, ist trotz des späten Saisonstarts wieder sehr guter Dinge und hoffnungsvoll. „Hier stand vor ein paar Tagen noch das Winterwasser in den Becken. Wir haben den Betrieb nicht auf ‚Standby’ gefahren und konnten so sehr viel Energie einsparen“, erklärt Weier.

In Hanau könnten die Bäder deshalb nicht so schnell öffnen wie in anderen Städten, sondern es dauere ein paar Tage, um alles vorzubereiten.

Bäder in Hanau bereiten sich auf Betrieb vor

Im Lindenaubad wird die Technik im Untergeschoss gerade hochgefahren, die Filter werden in Betrieb genommen. Das Schwimmerbecken und das Planschbecken für Kleinkinder sind bereits blitzeblank.

Die Rasenfläche ist akkurat gemäht. Im Nichtschwimmerbecken wird gerade letzte Reste der Schlammschicht, die sich jeden Winter am Boden ablagert, beiseitegeräumt.

Schwimmbäder in Hanau öffnen ab 6. Juli

In etwa zwei Wochen startet in Hanau die Badesaison. Das Freibad (Lindenaubad) und das Hallenbad des Heinrich-Fischer-Bads öffnen voraussichtlich am 6. Juli, das Freibad und die Sauna im Heinrich-Fischer-Bad eine Woche später, am 13. Juli.

Putzen, was das Zeug hält. Bis zur Eröffnung muss alles blitzeblank und mit Wasser gefüllt sein. Angestellte Beatrice Wangler hat gut zu tun.

Das Hallenbad in Großauheim wird saniert und bleibt deshalb geschlossen. „Vielleicht können wir sogar ein paar Tage früher öffnen“, ist Weier optimistisch. Darüber dürften sich vor allem die Stammgäste freuen, die ungeduldig bei Paul Koser nachfragen, sein Handy klingelt immer häufiger. 

Hygienekonzept für Schwimmbäder in Hanau erarbeitet

Für den Badebetrieb wurde ein Hygienekonzept erstellt, die Hanauer Bäderbetriebe werden mit zusätzlichen Maßnahmen für die Sicherheit der Badegäste sorgen; für diese gelten grundsätzlich die üblichen Hygiene- und Abstandsregeln.

Angepasst an die aktuelle Situation sind die Öffnungszeiten: die Schwimmbäder sind von 6.30 Uhr bis 13 Uhr und von 14 bis 20 Uhr für den öffentlichen Betrieb geöffnet. In der Mittagspause sowie in die Abendstunden bis 21.30 Uhr werden die sanitären Einrichtungen, Umkleiden, Beckenrandbereiche und Umläufe, Durchgangsbecken mit Kaltwasserduschen, einfach alles, was berührt werden kann, gereinigt und desinfiziert.

Hanau: Personal in Schwimmbädern wird verdoppelt

Um die Reinigung und einen reibungslosen Ablauf gewährleisten zu können, wird das Personal für den Badebetrieb verdoppelt, zeitweise verdreifacht. Schwimmmeister und Fachangestellte werden durch Reinigungskräfte und zusätzliches Personal, das an Hygiene- und Abstandsregeln erinnert, unterstützt.

Freuen sich auf die Wiedereröffnung: Schwimmmeister Paul Koser und Geschäftsführer Uwe Weier (von links). Wegen der Corona-Pandemie musste die Freibadsaison verschoben werden. Auch die Hallenbäder waren monatelang geschlossen.

Badegäste können weiterhin Tickets an der Tageskasse kaufen, geplant ist zudem ein zusätzlicher Onlineverkauf. Saisonkarten behalten ihre Gültigkeit – genauer gesagt – gelten länger: Die Ausfallzeiten werden angehängt. Für Männer und Frauen sindjeweils eine Umkleidekabine und eine Toilette geöffnet, die nach Benutzung wieder desinfiziert werden.

Schwimmbäder in Hanau: Schwimmen nur in eine Richtung, Rutsche bleibt geschlossen

Im Schwimmbecken wird nur in einer Richtung geschwommen, mit Trennleinen im Wasser wird ein „Einbahn-Schwimmsystem“ eingerichtet. Alle Wasserattraktionen – Rutsche, Sprungturm, Sprudel und Fontänen bleiben geschlossen, Spielplätze sind geöffnet.

Die Eingangsbereiche sind mit Abstandsmarkierungen und Hinweisschildern ausgestattet, der Ausgang ist in beiden Schwimmbädern nur über das Drehkreuz möglich.

Hygiene wird in Schwimmbädern in Hanau kontrolliert

Alle Mitarbeiter der Hanauer Bäder GmbH werden in einer speziellen „Pandemie-Schulung“ auf die neue Situation vorbereitet, unter anderem werden sie auf Aspekte der Hygiene, der Aufsicht am Wasser oder im Rasenbereich hingewiesen.

Pandemiebeauftragte überprüfen die Maßnahmen und empfehlen notfalls Änderungen. Die Gastronomiebetriebe legen ein eigenes Hygienekonzept vor. Nach derzeitigem Stand werden in beiden Hanauer Bädern Speisen und Getränke verkauft. 

Geöffnet ist neben dem Hallenbad auch die Sauna im Heinrich-Fischer-Bad. Hier ist der Betrieb ebenfalls eingeschränkt: Es gibt keine Dampf- und Biosauna, eben-so unterbleiben die Aufgüsse. Die Temperatur in der Finnischen Sauna wird erhöht.

Schwimmbäder in Hanau: Obergrenze für Besucher

In den Bädern gilt eine Obergrenze für die Besucherzahl und auch für die Menge an Schwimmern im Becken. Pro Gast müssen fünf Quadratmeter zur Verfügung stehen. Mit Blick auf die Zahlen bleibt Schwimmmeister Koser gelassen: „Diese Werte haben wir selbst an sehr gut besuchten Tagen nicht erreicht.“

Er ist sich sicher, dass der Badebetrieb an heißen Tagen auch mit neuen Regeln gut funktionieren wird. „Unsere Badegäste sind besonnene Leute, die sich zu benehmen wissen. Sie halten Abstand. Auch die Jugendlichen werden sich an die Regeln halten.“

Die Besucher müssen strikte Hygieneregeln einhalten.

Quelle: Hanauer Anzeiger

Rubriklistenbild: © Scheiber/Kegler

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