Survivaltraining im Wildpark

Überleben im Wald

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SOS! Markierungen und Hilferufe auf dem Waldboden müssen im Ernstfall gut sichtbar sein.

Klein-Auheim – Wie man im Wald mit Gefahren umgeht und welche Outdoor- und Naturregeln im Wald gelten – das verrieten Nastasja Krupop und Eric Schumann beim Survivaltraining am Samstag in der Alten Fasanerie. Von Holger Hackendahl

Spielerisch und mit beachtlicher Resonanz: 16 Kinder in Begleitung von 14 Erwachsenen stürzten sich unter Führung der beiden Wildparkführer ins „Überlebens-Abenteuer“. Die Gruppe, die nach vielen neuen Erfahrungen zum Abschluss statt Regenwürmer doch lieber Würstchen am selbst entfachten Lagerfeuer grillte, lernte beim Survivaltraining, wie ein Mensch mit dem richtigen Wissen, ohne fremde Hilfe, völlig auf sich allein gestellt im Wald überleben kann. Oder auch, wie man sich im Wald orientiert, andere auf eine Notsituation aufmerksam macht oder mit dem Gewinnen von sauberem Trinkwasser auf das Überleben in natürlicher Umgebung vorbereitet ist.

„Die Survival-Veranstaltung ist der Dauerbrenner unter den waldpädagogischen Angeboten und findet seit zehn Jahren statt“, erläutert Nastasja Krupop. Die Kinder lernen dabei den emotionalen Zugang zur Natur, soziale Kompetenz und Problemlösefähigkeit. Sie und ihr Partner vermittelten viel Wissen, förderten die Kompetenzen der sieben- bis zwölfjährigen Kinder, öffneten den Zugang zu Wald, Natur und Tieren. Und auch viele der Eltern erfahren Neues und schärfen ihre Sinne im Umgang mit der Natur.

Während der dreistündigen Exkursion machte Nastasja Krupop auf einige Gefahren im Wald aufmerksam. „Wildschweine, insbesondere Bachen mit Frischlingen, können bei einer Begegnung mit Menschen gefährlich werden. Am besten laut sein, um sie zu vertreiben, oder sich von der Rotte entfernen wenn sie zu nah sind“, sensibilisierte die Wildparkführerin für das richtige Verhalten.

Bilder: Winterliche Wolfsheulnacht im Wildpark Klein-Auheim

Die Wildparkführerin erklärte auch, dass man sich bei Gewitter am besten zusammenkauert um bei Blitzschlag eine möglichst geringe Angriffsfläche zu bieten. Krupop und Schumann teilten die Kinder und Eltern in drei Gruppen ein. Drei Teams legten mithilfe von Stöcken Richtungspfeile, um Helfern es so einfacher wie möglich zu machen, sie im Wald zu finden. „Zu kleine Markierungen werden leicht übersehen. Das Zusammenlegen zu großer Äste kostet hingegen zu viel Kraft. Am besten ihr baut aus Stöcken einen Richtungspfeil. Auch das Legen des Wortes SOS ist ein international bekanntes Zeichen“, so Nastasja Krupop. Zum Abschluss des lehrreichen Survival-Vormittags führte das Duo die 30 Teilnehmern zur Feuerstelle auf die Wildparkwiese, wo mit Naturmaterialien ein Feuer entfacht und Würstchen gegrillt wurden.

Am 16. Februar bietet der Wildpark die nächste Survival-Veranstaltung an, am 23. Februar heißt es dann „Experimentieren, Erforschen, Entdecken – Kinder als Wildpark-Forscher!“.

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