Geschichte des FC Hanau 93 im Fokus

Tausende feiern beim 58. Bürgerfest am Mainufer

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Bei bestem Spätsommerwetter genossen die Hanauer ihr Bürgerfest am Mainufer.

Hanau - Von Freitag bis Sonntag feierten die Hanauer ihr 58. Bürgerfest. War der Auftakt am Freitag noch überschaubar, so drängten sich am Samstag schon in den Nachmittagsstunden viele tausend Besucher auf dem Mainuferweg zwischen Amphitheater und Schloss. Von Dieter Kögel

Die Ausstellung über den FC Hanau 93 weckte Interesse.

Liegestühle luden nahe des Zeltes der Evangelischen Allianz am westlichen Eingang zum Entspannen ein. Doch schon wenige Meter weiter sorgte Musik vom Balkan für Stimmung, Spanferkel drehten sich über der Glut, der Duft von Gegrilltem stieg auf – Döner, Lahmacun und Pide machten die Entscheidung schwer. Dazwischen eine Shisha-Lounge, in der man die großen Wasserpfeifen auf den Tischen qualmen lassen konnte. Auf dem aufgeschütteten Sandstrand wurden Cocktails gereicht, ein gepflegtes Glas Wein gab es im gemütlichen Außenbereich des Kesselstädter Concordia-Zeltes.

Eröffnet wurde das 58. Bürgerfest am Freitagabend von Oberbürgermeister Claus Kaminsky und dem Präsident des 1. Hanauer Fußballclubs 1893 e.V., Frank Feuerriegel. In der Theaterarena stachen sie ein Fass Hanauer Bier aus dem Keller von Braumeister Stefan Simon an.

Das 58. Hanauer Bürgerfest steht im Zeichen des 125-jährigen Bestehens des FC 93, dem ältesten Fußballverein in Hessen, der schon viele guten Jahre gesehen hat, aber auch schlechte Phasen verdauen musste. Doch seit der vergangenen Saison ist der Verein wieder im Aufwind, auch wenn Endspiele um die Deutsche Meisterschaft, wie 1894 gegen Victoria Berlin, heute in weiter ferne sind. Das Endspiel hat damals ohnehin nicht stattgefunden. Die Hanauer hatten nicht genug Geld, um die weite Reise anzutreten.

Auch junge Talente konnten sich auf den zahlreichen Bühnen dem Publikum präsentieren.

Diesen und anderen Geschichten war eine Ausstellung im Pavillon neben der Theaterarena gewidmet. Neben den gut aufgearbeiteten Infotafeln zur Geschichte des Vereins gab es in Vitrinen auch Relikte der Vereinsgeschichte zu sehen: Spielerpässe, Kassenbücher, einen alten Fußballschuh, Ehrenurkunden, Anstecknadeln, Vereinsschals und Plakate. Plastische Zeugen einer langen und bewegten Vereinsgeschichte. Fußball und Bürgerfest gehören ohnehin irgendwie zusammen. Neben dem E-Jugendturnier, das in diesem Jahr vom VfB Großauheim geleitet wurde, gehört auch das Kickerduell zwischen Rathausmannschaft und Presseauswahl zu den Ritualen des Bürgerfestes. Am Ende der Begegnung am Freitag stand es 1:0 für die schreibende Zunft.

Die Drachenbootrennen an den Bürgerfestsamstagen sind mittlerweile auch eine Institution. 16 Teams ruderten in diesem Jahr um den Pokal. Der ging nach einem „Herzschlagfinale,“ wie es Oberbürgermeister Claus Kaminsky bei der Siegerehrung nannte, an die „Flying D´s“ von Dunlop – zum dritten mal bereits. Die Ruderer feierten das Triple ausgelassen.

Bilder: Hanau feiert auf dem Bürgerfest

Die Zuschauer hatten zwischendurch die Möglichkeit, das neue im Hanauer Hafen stationierte Feuerlöschboot in Aktion zu bestaunen. Das Technikwunder bestach nicht nur durch seine außergewöhnliche Geschwindigkeit. Auch das aus allen Rohren geschossene Wasser hinterließ einen nachhaltigen Eindruck. Selbst wenn vom Boot in dem Fontänennebel zuweilen nicht mehr zu sehen war.

Ausgelassen wurde die Stimmung am Abend – Party war angesagt, Bands rockten in den Zelten, für leisere Töne war nach Einbruch der Dämmerung nur noch wenig Raum. Wegen der verstärkten Sicherheitskontrollen mussten sich die späten Gäste beim Einlass dann etwas gedulden. Der guten Stimmung tat das aber keinen Abbruch.

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