Spuk in der Bahnstation

Die Theatergruppe Lampenfieber bringt das Stück „Der Geisterzug“ auf die Bühne

Hanau: Theatergruppe Lampenfieber zeigt Stück „Der Geisterzug“
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Die Nacht müssen die Reisenden in der verlassenen Bahnstation verbringen. Die Legende des mysteriösen Geisterzuges scheint sich als wahr zu behaupten. 

Bei der gelungenen Premiere ihrer neuen Inszenierung „Der Geisterzug“ von Arnold Ridley sorgte die Hanauer Theatergruppe Lampenfieber für einen Theaterabend voller Überraschungen. 

Hanau –  Eine Gruppe Zugreisender strandet in einem abgelegenen Bahnhofsgebäude an der Grenze zwischen Kanada und Amerika. Weil Fahrgast Teddie, dem der Hut aus dem Zugfenster geweht worden war, die Notbremse betätigt hat. 

Jetzt sitzt die Reisegesellschaft erst mal für eine Nacht fest. In einem unwirtlichen Bahnhofsgebäude. Zwei Bänke, ein Tischlein, zwei Stühle, und ein alter Holzofen, der die Kälte nicht vertreiben kann. Da liegen die Nerven blank bei dem frisch verheirateten Paar Charly und Peggy, bei den in Trennung befindlichem Paar Richard und Elsie, bei der einfach gestrickten Mrs. Bourne und ihrem Papageien und bei Eddie, der die Misere heraufbeschworen hat. 

Und Stationsvorsteher Saul Hodgkin lässt keinen Zweifel daran: Es wird eine fürchterliche Nacht. Denn der „Geisterzug“ wird durchfahren. Und der bringt den Tod mit. Das ängstigt die Damen, und auch die Herren scheinen im Lauf des Abends leicht verunsichert. Denn es mehren sich die Anzeichen dafür, dass an der Legende vom Geisterzug etwas dran sein könnte. 

Ein plötzlich toter und etwas später verschwundener Stationsvorsteher, geheimnisvolle Lichter auf dem Bahnsteig, von Geisterhand bediente Signalleuchten, und schließlich auch das Fauchen eines Zuges auf den Gleisen draußen lassen nichts Gutes ahnen.

Im Bahnhofsgebäude bröckeln die Fundamente vornehmlich männlicher Rationalität bezüglich übernatürlicher Phänomene. Zumal das Auftauchen weiterer Besucher im Bahnhofsgebäude, die mit dem Geisterzug in Verbindung zu stehen scheinen, dies noch unterstreichen.

Eine unter der Regie von Wolf Blume, Heiko Simon und Alexandra Troll entstandene Inszenierung, die das Theater Lampenfieber am Ende der Vorstellung selbstverständlich auflöst.

Weitere Aufführungen folgen am 26. und 27. Oktober und am 2. und 3. November, jeweils um 19 Uhr im Olof-Palme-Haus. Tickets unter reservix.de und im Hanau-Laden am Freiheitsplatz.

VON DIETER KÖGEL

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