Wildwuchs an der Straße

Verkehrsbehinderungen, weil die Sicht versperrt ist

Hanau - In Ortsbeiratssitzungen und bei Stadtteiltreffen ist es immer wieder Thema: Hecken, Sträucher und Bäume, die über die Grundstücksgrenze hinausragen und Fußgänger oder andere Verkehrsteilnehmer behindern und Verkehrszeichen sowie Straßenleuchten verdecken. Darüber klagte jüngst Steinheims Ortsvorsteher Klaus Romeis.

Die Folgen solchen Überwuchses: An manchen Geh- und Radwegen müssen Fußgänger und Radler sogar auf die Straße ausweichen. In Straßen ohne Bürgersteig wird die Straßenbreite vermindert, sodass dort kaum noch oder nur mit starker Verkehrsbehinderung geparkt werden kann. Verkehrszeichen werden zuweilen so verdeckt, dass sie für Autofahrer nur schlecht einzusehen sind und das Einbiegen in bevorrechtigte Straßen gefährlich werden kann.

Stadtrat Thomas Morlock (FDP) rät darum, Hecken, Bäume und Sträucher an Straßen, Wegen und Plätzen rechtzeitig zurückzuschneiden, damit Überwuchs gar nicht erst entsteht. Bei Regen könne der Grünbewuchs zudem noch schwerer werden und noch weiter in den öffentlichen Verkehrsraum ragen; das gelte es zu vermeiden. Die Anpflanzungen sollten bis zu einer Höhe von 2,50 Metern nicht über Geh- oder Radwege ragen, an Straßen nicht bis zu einer Höhe von 4,50 Metern. Der Rückschnitt müsse so weit erfolgen, dass auch die Beleuchtung durch Straßenlaternen und die Sicht auf Verkehrszeichen problemlos gewährleistet sind.

Der Stadtrat verweist auf die Regeln des hessischen Nachbarschaftsrechts. Demnach sind Bäume, Büsche und Hecken auf Privatgrundstücken naben öffentlichen Flächen soweit zurückzuschneiden, dass die Verkehrssicherheit gewährleistet ist. Geschieht dies trotz Aufforderung nicht, lässt die städtische Ordnungsbehörde das auf Kosten der Verursacher erledigen.

Trend aus Japan: Wellness mit Waldbaden

„Grundstückseigentümer haften für Unfälle und Schäden, die durch Überwuchs ihrer Begrünung entstehen können“, mahnt der Stadtrat. Der Rückschnitt gehöre zur Straßenreinigungspflicht.

Für die Entsorgung der Grünabfälle empfiehlt er die städtischen Grünschnitt-Annahmestellen. Der Heckenschnitt wird unter anderem angenommen in Steinheim in der Schachenwaldstraße, in der Klein-Auheimer Kompostieranlage (Fasaneriestraße), in Großauheim in der Vosswaldestraße, in Kesselstadt auf dem Parkplatz Hochgericht, Am Tümpelgarten, in Wolfgang Vor der Pulvermühle/Am alten Bahnhof sowie im Wertstoffhof des Eigenbetriebs Hanau Infrastruktur Service (Daimlerstraße 5). Die Annahmestellen sind samstags von 9 bis 13 Uhr geöffnet - von März bis Oktober an jedem Sonnabend, von Dezember bis Februar am ersten und dritten Sonnabend. Die Kompostierungsanlage in Klein-Auheim ist noch bis Ende November zusätzlich mittwochs von 15 bis 17 Uhr geöffnet. Darüber hinaus ist die Abgabe von Grünabfall im Wertstoffhof Daimlerstraße samstags sogar eine Stunde länger möglich, nämlich von 8 bis 13 Uhr. (cs)

Rubriklistenbild: © Symbolfoto: dpa

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare