Kultur

Vorverkauf im Amphitheater läuft zäher als gedacht - Konzertveranstalter: „Niemand muss sich Sorgen machen“

Platz gibt’s genug: Für manche Veranstaltungen im Amphitheater gehen die Tickets nur schleppend über den Ladentisch, die „ABBA Night“ musste sogar abgesagt werden.
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Platz gibt’s genug: Für manche Veranstaltungen im Amphitheater gehen die Tickets nur schleppend über den Ladentisch, die „ABBA Night“ musste sogar abgesagt werden.

In Zeiten, in denen bedingt durch die Pandemie das kulturelle Angebot überschaubar bleibt, sollte man meinen, den Veranstaltern würden die Karten aus den Händen gerissen. Doch das ist mitnichten so. Das merkt auch Dirk Eisermann von Shooter Promotions, mit dem unsere Zeitung über den Ticketverkauf für die Konzerte im Hanauer Amphitheater gesprochen hat.

Hanau – Open-Air-Club-Konzerte habe man die Reihe genannt, denn die Zuschauerzahl – 249 dürfen bekanntlich nur rein – erinnert eben mehr an einen kleinen Club in der Stadt als ein offenes Veranstaltungsrund, in dem normalerweise fast 1400 Sitzplätze zur Verfügung stünden.

Doch obwohl die Zahl der zulässigen Tickets begrenzt ist, geht der Verkauf teilweise schleppender als gedacht. Selbst ein Publikumsmagnet wie Konstantin Wecker habe sich beim Absatz von Eintrittskarten zunächst schwergetan, gibt Eisermann zu Protokoll. Dennoch: Ausverkauft sein wird der Auftritt des Liedermachers aus München letztlich wahrscheinlich doch, wenn er am Mittwoch, 2. September, die Bühne des Amphitheaters betritt. Gestern Mittag waren online nur noch elf Karten verfügbar. Auch was die Auftritte von Helge Schneider oder den Lochmann-Brüdern Heiko und Roman betrifft, ist sich Eisermann sicher: „Die werden voll.“

Konzertveranstalter des Amphitheater Hanau muss aus der Not eine Tugend machen

Eisermann muss in Zeiten, in denen Konzertveranstalter nicht einmal annähernd an die volle Auslastung kommen, aus der Not eine Tugend machen und sieht für die Fans auch das Positive: „Wann kann man schon mal Konstantin Wecker live mit ‘nur’ 248 anderen sehen?“

Dieser beinahe exklusive Genuss gilt ja im Grunde für alle Konzerte, die in diesem Sommer im Amphitheater angeboten werden. Trotzdem musste die „ABBA Night“ aufgrund der geringen Nachfrage abgesagt werden.

„Im vergangenen Jahr waren bei dem Tribute-Konzert 1000 Leute da“, verdeutlicht Eisermann, dass die angebotenen Shows keine Selbstläufer sind. „Es ist eine andere Zeit“, so nennt es der Konzertpromoter. Auch für die Künstler: Mit denen habe man „andere Verträge als normal“ ausgehandelt. Wie sich das konkret darstellt, verrät Eisermann natürlich nicht. Doch es ist logisch, dass bei weniger Einnahmen auch geringere Gagen gezahlt werden können. Die Preise für die Tickets seien so wie vor der Corona-Pandemie.

Amphitheater Hanau: Konzertveranstalter mache sich kein Sorgen

Ob es nun daran liegt, dass die Konzerte vornehmlich ein reiferes Publikum ansprächen oder eine grundsätzliche Skepsis vorherrsche: Sorgen machen müsse sich niemand, versichert Eisermann. „Wir haben hier eine schöne Atmosphäre, Mund-Nasen-Schutz muss nicht getragen werden“, so der Konzertveranstalter. Die Abende seien ähnlich gestaltet wie bei „#HanauDaheim“, so werde es auch wieder Tische geben zum Abstellen von Getränken. Und auch da sieht Eisermann noch einen Vorteil für die Gäste: Bei weniger Leuten sind naturgemäß die Wartezeiten am Getränkestand kürzer.

Karten für die Veranstaltungen im Amphitheater bekommt man vor allem online, es gibt allerdings auch eine Abendkasse. Karten hinterlegen lassen kann man dort aber nicht.

Heute Abend geht es los mit den Open-Air-Club-Konzerten: Der aus dem Fernsehen und dem Kölner Karneval bekannte Komiker und Sänger Bernd Stelter wird ab 20 Uhr solo im Amphitheater zu Gast sein. Karten für das Konzert gab es gestern noch reichlich.

Tickets

Eintrittskarten für die Veranstaltungen im Amphitheater können online gekauft werden auf der Seite frankfurtticket.de, die Tickethotline ist erreichbar unter 069/1340400

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