Stadt führt Regelung früher ein

Hanau: Welche Geschäfte haben geöffnet?

Die Stadt geht bei einigen Regelungen voran. Grund dafür ist unter anderem die Nähe zur bayrischen Grenze.

Hanau – „Unser Ziel ist die größtmögliche Fürsorge für die Menschen unserer Stadt“, erklärte Oberbürgermeister Claus Kaminsky am Samstag eine ergänzende Allgemeinverfügung, mit der die Stadt Hanau die Vorgaben des Landes präzisiert und mit eigenen restriktiven Regelungen darüber hinaus geht.

„Wir halten daran fest, dass Nagel- und Tattoostudios, Kosmetikstudios, Sonnenstudios sowie Friseurgeschäfte und Blumenläden in Hanau bis auf Weiteres geschlossen bleiben müssen. Auch Tabak- und E-Zigarettenläden dürfen mindestens bis zum 19. April nicht öffnen.“ Das Land hatte an dieser Stelle zuletzt mehr Ausnahmen zugelassen.

Ein Grund, warum Hanau zunächst etwas restriktiver vorgeht als das Land Hessen: Die Nähe zur bayerischen Landesgrenze. Im Nachbarland gelten weit strengere Auflagen. Die Tatsache, dass an Feiertagen, die nur in Bayern gelten, viele Einpendler nach Hanau kommen, lässt Kaminsky befürchten, dass sich Ähnliches entwickeln könnte, wenn in Hanau mehr Freiräume geboten würden als etwa in Aschaffenburg. „Das würde zu einem unerwünschten Einkaufs-Tourismus führen.“ Mit den neuen Regelungen soll eine generelle Ausgangssperre überflüssig gemacht werden.

Deswegen müssen seit Samstag auch alle Restaurants, Gaststätten, Imbissgeschäfte und Eisdielen in Hanau schließen. Erlaubt sind nur der Verkauf der Speisen und Getränke zum Mitnehmen, sofern sehr strenge Hygienevorschriften eingehalten werden können, sowie gastronomische Lieferdienste für den täglichen Bedarf nach Bestellung.

„Es gab in den letzten Tagen, wenn neue Verordnungen veröffentlicht werden, immer wieder mal verwirrende Interpretationen oder irreführende Auslegungen. Dem wollen wir mit der klaren Benennung der erlaubten Dienstleistungen und Angebote entgegentreten“, so Kaminsky am Samstag. Gestern haben sich auch Bund und Länder auf die oben genannten Regelungen verständigt.

Weiter dürfen in Hanau Geschäfte zur Allgemeinversorgung öffnen. Dazu zählt der Lebensmittelhandel (auch Reformhäuser und Feinkostgeschäfte), Getränkemärkte, Bäckereien, Drogerien, Apotheken, Sanitätshäuser, Tankstellen, Poststellen, Banken-und Sparkassen, Waschsalons, Reinigungen, Zeitungsverkauf, Baumärkte, Gartenbau- und Tierbedarfsmärkte sowie der Großhandel, Kioske, Zeitungsverkauf und der Wochenmarkt. Alle Aufenthaltsbereiche in den Geschäften müssen geschlossen bleiben. cs

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Mehr zum Thema

Kommentare