Gans schön lustig...

Zeichner Klaus Puth stellt beim Hanauer Kulturverein aus

Der Zeichner Klaus Puth brachte zur Ausstellungseröffnung Federn seiner Lieblingsmodelle mit. FotoS: Kögel
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Der Zeichner Klaus Puth brachte zur Ausstellungseröffnung Federn seiner Lieblingsmodelle mit.

Die Ausstellung „Landleben“ des Zeichners und Illustrators Klaus Puth in der Remisengalerie des Schlosses Philippsruhe sorgt vor allem für eines: Gute Laune. Davon können sich die Besucherinnen und Besucher an den kommenden beiden Wochenenden überzeugen.

Hanau – Bis zum 2. Februar sind die illustrierten Ausflüge des Zeichners in die Psyche von Landtieren jeweils samstags und sonntags zwischen 14 und 17 Uhr bei freiem Eintritt zu sehen. Der Hanauer Kulturverein stellt dafür seine Ausstellungsräume im rechten Torgebäude von Schloss Philippsruhe zur Verfügung.

Gänse spielen in den Cartoons von Klaus Puth, der in Mülheim wohnt und für Verlage, Magazine, Zeitschriften und Zeitungen arbeitet, eine ganz zentrale Rolle. Bereits 1994 zeichnete er die ersten Cartoons seiner auserwählten Botschaftsübermittler, neben Veröffentlichungen in Zeitungen füllten sie später auch Bücher oder wurden als Potkarten gedruckt. Der Betrachter trifft die Gänse im Frankfurter Rotlichtmilieu an, trifft sie in Cafés oder wird Zeuge des kurzen Dialoges der Gänse angesichts einer Speisekarte. All das ist witzig und oft auch doppelsinnig, wie auch bei „Gans versunken“. Eine Zeichnung, die auf dem noch nicht abgesoffenen Teil der Titanic zwei innig einander zugewandte Gänse zeigt. Und hocherotisch geht es im Cartoon mit dem eigentlich unverfänglichen Titel „Gans im Ernst“ zu. Manchmal muss man zweimal hinsehen, um den Doppelsinn zu erfassen. Dann allerdings zündet der Witz von Bild und Text.

Selten hat man in der Remisengalerie des Hanauer Kulturvereins in den Ausstellungsräumen so viele Lacher vernehmen können. Auch bei den Bildern, in denen Klaus Puth die Kühe auf der Weide mit entsprechenden Yogaübungen zu glücklichen Kühen macht. Kinowelthits verlegt der Illustrator ebenfalls sehr zum Vergnügen des Betrachters ins Tierreich. Zumindest in Plakatform. Da wird geworben für „Dr. Schiwakuh“, „Winnekuh,“ „Rindiana Jones“ und viele andere Blockbuster.

Originalzeichnungen von Klaus Puth sind noch an den beiden kommenden Wochenenden in der Remisengalerie des Hanauer Kulturvereins zu sehen. Die Ausstellung ist samstags und sonntags von 14 bis 17 Uhr geöffnet.

Kulturvereinsvorsitzende Maria Dorn stellte den Illustrator Puth bei der Vernissage in Form eines lockeren Zwiegespräches den vielen Besuchern der Ausstellungseröffnung vor. Dabei erfuhren die Gäste auch, dass alle ausgestellten Arbeiten Originale sind. Erarbeitet „mit Tusche, Feder und Farben“. Keineswegs handelt es sich um am Computer hergestellte Drucke. Auch wenn die Arbeit mit den digitalen Möglichkeiten mittlerweile Einzug in Puths Atelier gehalten hat. In der Remisengalerie jedoch wird reine Handarbeit gezeigt.

Auch zur Finissage am Sonntag, 2. Februar, 16 Uhr, steht der Aussteller seinem Publikum für Fragen zur Verfügung. Dann lädt der Hanauer Kulturverein zum Künstlergespräch mit Lesung.

VON DIETER KÖGEL

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