Schwimmen in Einbahnstraßen

Hanauer Bäder bereiten sich auf Saisonstart vor - Sauna öffnet mit Einschränkungen

Bis zur Eröffnung muss alles blitzeblank sein. Angestellte Beatrice Wangler hat gut zu tun. Foto: Scheiber
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Bis zur Eröffnung muss alles blitzeblank sein. Angestellte Beatrice Wangler hat gut zu tun.

Eben noch hat Paul Koser, Schwimmmeister der Hanau Bäder GmbH, Becken gereinigt. „Wir freuen uns einfach riesig auf unsere Gäste“, sagt er. In etwa zwei Wochen startet in Hanau die Badesaison.

Hanau - Das Freibad (Lindenaubad) und das Hallenbad des Heinrich-Fischer-Bads öffnen voraussichtlich am 6. Juli, das Freibad und die Sauna im Heinrich-Fischer-Bad eine Woche später, am 13. Juli. Das Hallenbad in Großauheim bleibt wegen der anstehenden Sanierung dagegen geschlossen.

Uwe Weier, Geschäftsführer des Hanauer Unternehmens, ist trotz des späten Saisonstarts guter Dinge und hoffnungsvoll. „Hier stand vor ein paar Tagen noch das Winterwasser in den Becken. Wir haben den Betrieb nicht auf Standby gefahren und konnten so sehr viel Energie einsparen“, erklärt Weier.

In Hanau könnten die Bäder deshalb nicht so schnell öffnen wie in anderen Städten, sondern es dauert, alles vorzubereiten. Im Lindenaubad wird die Technik im Untergeschoss gerade hochgefahren, die Filter werden in Betrieb genommen. Das Schwimmerbecken und das Planschbecken für Kleinkinder sind bereits blitzeblank. Die Rasenfläche ist akkurat gemäht. Im Nichtschwimmerbecken werden gerade letzte Reste der Schlammschicht entfernt, die sich jeden Winter am Boden ablagert.

Angepasst an die aktuelle Situation sind die Schwimmbäder von 6.30 bis 13 und von 14 bis 20 Uhr für den öffentlichen Betrieb zugänglich. In der Mittagspause sowie in den Abendstunden werden die sanitären Einrichtungen, Umkleiden, Beckenränder und Durchgangsbecken mit Kaltwasserduschen gereinigt und desinfiziert.

Um die Reinigung und einen reibungslosen Ablauf gewährleisten zu können, wird das Personal für den Badebetrieb verdoppelt, zeitweise verdreifacht. Schwimmmeister und Fachangestellte werden durch Reinigungskräfte und zusätzliches Personal, das an Hygiene- und Abstandsregeln erinnert, unter-stützt.

Badegäste können weiterhin Karten an der Tageskasse kaufen, geplant ist zudem ein zusätzlicher Onlineverkauf. Saisonkarten behalten ihre Gültigkeit beziehungsweise gelten länger: Ausfallzeiten werden angehängt.

Für Männer und Frauen sind jeweils eine Umkleidekabine und eine Toilette geöffnet, die nach Benutzung wieder desinfiziert werden. Im Schwimmbecken wird nur in einer Richtung geschwommen, mit Trennleinen im Wasser wird ein Einbahnsystem eingerichtet. Alle Wasserattraktionen – Rutsche, Sprungturm, Sprudel und Fontänen – bleiben geschlossen, Spielplätze sind geöffnet.

Nach derzeitigem Stand werden in beiden Hanauer Bädern Speisen und Getränke verkauft. Geöffnet ist neben dem Hallenbad die Sauna im Heinrich-Fischer-Bad. Dort ist der Betrieb ebenfalls eingeschränkt: Es gibt keine Dampf- und Biosauna, eben-so unterbleiben die Aufgüsse. Die Temperatur in der Finnischen Sauna wird erhöht.

In den Bädern gilt eine Obergrenze für die Besucherzahl und auch für die Zahl an Schwimmern im Becken. Pro Gast müssen fünf Quadratmeter zur Verfügung stehen. Mit Blick auf die Zahlen bleibt Schwimmmeister Paul Koser gelassen: „Diese Werte haben wir früher selbst an sehr gut besuchten Tagen nicht erreicht.“

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