Hanauer Band-Wettbewerb

Rappende Leistungsträger

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Mit zahlreichen Fans feierten fünf Sieger-Bands des Hoffnungsträger-Wettbewerbs den 15. Geburtstag des Contests.

Hanau - Das große Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile. Eindrucksvoll gezeigt hat das am Sonntagabend das Finale des Hanauer Kultoursommers in Wilhelmsbad.

Annähernd fünf Stunden lang feierten tausende Fans mit fünf ehemaligen „Hoffnungsträgern“, die nicht nur in den Augen der Veranstalter längst Leistungsträger geworden sind.

Die Bilanz aus eineinhalb Jahrzehnten liest sich eindrucksvoll. Seit die Hoffnungsträger mit dem ersten Band-Contest 2003 in der damaligen „Schweinehalle“ (ehemaliger Schlachthof am Steinheimer Tor) in die erste Runde gingen, haben sich mehr als 400 Gruppen bei dem Wettbewerb beworben. 120 von ihnen hob die Jury ins Finale, jedes Jahr beim Bürgerfest ein Publikumsmagnet.

Jedes Jahr aufs Neue eine Hoffnungsträger-Runde angeschoben hat ein bewährtes Veranstalter-Trio. Neben dem Kulturzentrum Pumpstation (Kuz) stehen von Anbeginn das Jugendbildungswerk der Stadt Hanau und die Interessengemeinschaft (IG) Hanau Rockt als Organisatoren bereit, unterstützt von lokalen Produktionslabel United Powerfields. Zum 15. Geburtstag wurde die Front der Unterstützer noch breiter: Zur Stadt Hanau gesellten sich der Main-Kinzig-Kreis und die Hanauer Baugesellschaft als Hauptsponsor.

Zum Feiern hatten Veranstalter einige der bisherige Wettbewerbsteilnehmer ausgewählt - „gnadenlos subjektiv“, wie KUZ-Sprecher Lukas Schobert ohne Umstände einräumte.

Den Geschmack des Publikums traf schon der erste Gig: Zwar sind Dinner4trees eigentlich Geschichte, beim Revival im Staatspark harmonierte die vor zwei Jahren aufgelöste Truppe jedoch perfekt und begeisterte mit einer erlesenen Auswahl an Deutschrock-Klassikern aus den 1980er und 90er Jahren.

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Ebenfalls in die Endzeit des vergangenen Jahrhunderts gehört das Repertoire von Shawn mit Independent Rock und Britpop. Je tiefer die sengende Sonne versank, desto weniger Fans konnten dem treibenden Beat widerstehen. Als Cliffsight mit charakteristisch psychedelischem Retro-Sound übernahmen, war die Geburtstagsfete längst zur Dance-Party mutiert - Idealbedingungen für die „Hip Hop Allstars“, Auslese der rappenden Hoffnungsträger-Fraktion, und für Banjoory. Mit ihrer Show holten die Reggae-Könige aus der feierfreudigen Menge das Letzte heraus.

Angetan zeigten sich Lukas Schobert, Thomas Boeuf vom Jugendbildungswerk und IG-Sprecher Wolfgang Kischel vom Zuspruch, der Begeisterungsfähigkeit und dem Generationenmix im Staatspark Wilhelmsbad. Das mache Mut für die aktuelle 16. Runde des Hoffnungsträger-Wettbewerbs und deren Finale beim kommenden Bürgerfest. (zrk)

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