Großauheim: Adoptivvater bestialisch getötet

Karlsruher Richter bestätigen das Mordurteil

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Muss mehr als 15 Jahre hinter Gitter: Andreas M. hat seinen Vater bestialisch ermordet

Andreas M. muss seine lebenslange Freiheitsstrafe absitzen. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe entschieden. Der zuständige 2. Strafsenat hat die Revision gegen das Urteil des Hanauer Schwurgerichts als unbegründet verworfen.

Hanau/Karlsruhe - Die Kammer unter Vorsitz von Landgerichtspräsidentin Susanne Wetzel hatte den 37-Jährigen im Juli 2020 wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt und gleichzeitig die Schwere der Schuld festgestellt. Diese Urteil ist nun unanfechtbar. Das bedeutet, dass der nunmehr rechtskräftig verurteilte Mörder nach 15 Jahren Gefängnis zunächst keine Möglichkeit hat, einen Antrag auf Haftentlassung zu stellen.

Urteil rechtskräftig: Lebenslange Haft und Schwere der Schuld

Mit dieser Höchststrafe, die Staatsanwältin Lisa Pohlmann in ihrem Plädoyer beantragt hatte, hatte das Gericht das grauenhafte Verbrechen vom 13. Januar 2020 am Großauheimer Harzweg geahndet (wir berichteten). Dort hatte Masching seinen Adoptivvater aus Hass zunächst gewürgt, geschlagen und ihm einen schweren Aktenvernichter in das Gesicht geschleudert.

Zwei Messer aus der Küche geholt

Er ging davon aus, dass sein Adoptivvater tot ist. Als der ältere Mann jedoch wieder aufstand, holte sich der Mörder zwei Küchenmesser, stach mehrfach auf sei Opfer ein. Vor Gericht hatte der 37-Jährige die Bluttat detailliert gestanden und keinerlei Reue gezeigt. Als Mordmerkmale hatte das Schwurgericht Hass und Heimtücke festgestellt. (Von Thorsten Becker)

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