Mit Filmemachern im Dialog

Hanauer Kurzfilmfestival „Jung & Abgedreht“ wartet mit Neuerungen auf 

Eine gefragte Plattform für junge Filmschaffende ist das Hanauer Kurzfilmfestival „Jung & Abgedreht“. Organisatoren und Unterstützer haben im Foyer des Kinopolis über Details der Veranstaltung informiert.
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Eine gefragte Plattform für junge Filmschaffende ist das Hanauer Kurzfilmfestival „Jung & Abgedreht“. Organisatoren und Unterstützer haben im Foyer des Kinopolis über Details der Veranstaltung informiert.

Klimawandel, Plastikmüll, Fleischkonsum und die Folgen, Digitalisierung und Umgang mit neuen Medien: Die Beiträge des 8. Hanauer Kurzfilmfestivals „Jung & abgedreht“ spiegeln Themen, die unsere Gesellschaft bewegen, die vor allem für junge Menschen von Bedeutung sind.

Hanau – Es gibt für die Wettbewerbsbeiträge bewusst keine thematischen Vorgaben. „Uns interessieren eure Themen“, so die Botschaft der Veranstalter an die jungen Teilnehmer. Welche das genau sind, erfährt das Publikum am Sonntag, 26. Januar, wenn die ausgewählten Filme im Kinopolis in Hanau gezeigt werden.

Über die Inhalte der Filme wollen die Organisatoren noch nicht viel verraten, halten sich aber sonst mit Superlativen nicht zurück. Die Qualität sei sehr beeindruckend, steige ebenso wie die Zahl der eingereichten Beiträge von Jahr zu Jahr. Mehr als 200 waren es diesmal, aus denen rund 30 für den eigentlichen Wettbewerb ausgewählt wurden. Originelle, künstlerische, experimentelle Filme, trotzdem unterhaltsam, spannend, humorvoll, bewegend – das verspricht Anna Jagust vom Projektteam Jung & Abgedreht den Zuschauern. Auch kontroverse Themen, die polarisieren werden, kündigt sie an.

Jagust ist Geschäftsführerin der Arbeiterwohlfahrt (Awo) Hanau, die Träger der Veranstaltung ist. Gemeinsam mit dem Hanauer Regisseur Daniel Siebert, Vertretern von Stadt Hanau, Sponsoren und Kinopolis stellte sie gestern bei einer Pressekonferenz den Ablauf des diesjährigen Festivals vor.

Und dabei gibt es eine entscheidende Änderung: Die Filmemacher stellen sich im Anschluss an die Vorführungen in den jeweiligen Kategorien in einer moderierten Talkrunde den Fragen des Publikums. In den Pausen gibt es zudem die Gelegenheit, diese Gespräche in lockerem Rahmen fortzusetzen.

„Wir hatten schon lange die Idee, die Filmemacher auf die Bühne zu holen“, sagt Daniel Siebert. Der straffe Zeitplan habe das nie erlaubt. Diesmal werden etwas weniger Filme gezeigt als in den Vorjahren, damit Zeit für den Dialog bleibt. So erhalte „Jung & Abgedreht“ noch mehr den Charakter eines klassischen Filmfestivals, bei dem es eigentlich dazugehöre, auch die Filmschaffenden vorzustellen und kennenzulernen.

Siebert ist auch Vorsitzender der achtköpfigen Jury, die am 26. Januar aus ihren Favoriten die Sieger des Wettbewerbs kürt. Sechs Filme laufen in der Kategorie „Kurzfilme 14 bis 18 Jahre“, acht sind es bei den 19- bis 27-Jährigen. Weil gut zwei Drittel der Bewerber schon professionell als Studenten oder mit kleiner Firma Filme machen, wurden zehn Beiträge für die Kategorie „Young Professionals“ ausgewählt. Fünf Beiträge sind in der Sparte Musikvideos zu sehen.

Außer Konkurrenz laufen die neun Kurzfilme der „Regionalen Helden“. Zwar verbucht das Festival inzwischen sogar Beiträge aus Österreich und Bewerbungen aus der Schweiz. Dass Talente aus der Region sich dennoch weiterhin dort präsentieren können, ist auch Oberbürgermeister Claus Kaminsky ein Anliegen. Die Firma Evonik stiftet in dieser Kategorie einen Sonderpreis: Der Sieger erhält den Auftrag für einen Filmdreh für das Unternehmen. Neben Sponsoren und der Stadt unterstützt auch die Filmförderung Hessen-Film das Festival.

VON KATRIN STASSIG

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