Mehrere Millionen Euro

Haus des Jugendrechts: Baustart für dieses Jahr geplant

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Vorarbeiten für die Sanierung des Gebäudes sind bereits erfolgt. Noch dieses Jahr soll es richtig losgehen.

Hanau - Die Bauarbeiten für das Haus des Jugendrechts am Schlossplatz bzw. an der Graf-Philipp-Ludwig-Straße in der Hanauer Altstadt sollen möglichst noch in diesem Jahr beginnen. Von Christian Spindler 

Derweil hat die Initiative Stadtbild e.V. einen neuerlichen Vorstoß für Fassaden mit regionaltypischen Elementen unternommen. Der kommt aber wohl zu spät. Vorarbeiten in den sanierungsbedürftigen Gebäude, das sich von Schlossplatz Richtung Altstädter Markt zieht, sind bereits erfolgt, berichtet Jens Gottwald, Chef der städtischen Baugesellschaft. „Von den künftigen Nutzern haben wird die Freigabe für die Planungen. Es läuft die Endabstimmung“.

So stellt sich die Initiative Stadtbild e.V die Fassadengestaltung des Gebäudes an der Graf-Philipp-Ludwig-Straße vor, in das das Haus des Jugendrechts einziehen soll. Links geht es zum Schlossplatz, rechts Richtung Altstädter Markt.

Wie berichtet, werden ins 1800 Quadratmeter große künftige Haus des Jugendrechts Vertreter von Polizei, Staatsanwaltschaft und Jugendgerichtshilfe einziehen. Die Stadt, der Main-Kinzig-Kreis und das Land Hessen hatten das Projekt Ende 2017 im Rekordtempo aufs Gleis gesetzt. Das Haus den Jugendrechts wird für Hanau und die Gemeinden im Altkreis Hanau zuständig sein.

Die Baugenehmigung für das Umbauprojekt ist laut Gottwald „bereits auf den Weg gebracht“. Ziel sei es, möglichst noch dieses Jahr mit den Bauarbeiten loszulegen. Mehrere Millionen Euro wird der Umbau kosten, wie viel genau, das hänge auch von der Sicherheitstechnik ab - von Alarmanlagen bis Spezialfenstern.

Derweil hat sich die Ortsverband Hanau der Initiative Stadtbild e.V. um den Steuerberater Reinhard Hühn erneut dafür stark gemacht, dass die künftige Bebauung am Schlossplatz und auch das Haus des Jugendrechts mit regionaltypischen Elementen gestaltet und sich somit an der Vorkriegsbebauung orientiert.

Der im Auftrag der Stadt tätige Architekt Rainer Krebs hatte in Bezug auf den e künftigen Neubau am Schlossplatz argumentiert, eine historisierende Bauweise mach nur Sinn, wenn sie sich bis zum Altstädter Markt durchziehe. Das aber sei aber allein schon aus Kostengründen nicht machbar, hatte OB Claus Kaminsky erklärt.

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Hühn indes schlägt vor, die Dächer mit Gauben zur versehen und das Gebäude optisch in Abschnitte zu gliedern, die sich an historischen Vorbildern orientieren. Die Initiative hat das auch visualisiert (www.schlossplatz-hanau.de). Die Bausubstanz würde „bei dieser Lösung unberührt gelassen“, so Hühn. Und diese Fassadengestaltung werde „vermutlich zu kaum spürbaren Kostensteigerungen“ führen. Hühns Vorschläge sind inhaltlich indes kaum auf Echo gestoßen. Und sie dürften ungeachtet dessen allein aus Zeitgründen zu spät kommen. Denn die Planungen sind fertig, so Baugesellschafts-Geschäftsführer Gottwald. „Es hat auch niemand von der Initiative mit uns im Vorfeld das Gespräch gesucht.“

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