Schulamt informiert über Umgang mit Corona und Stand der Digitalisierung

Hoffen auf größtmögliche Normalität

Hanau/Main-Kinzig-Kreis – Auch angesichts der Corona-Einschränkungen soll laut Staatlichem Schulamt so viel Präsenzunterricht wie möglich stattfinden. Doch das ist freilich abhängig von der Entwicklung der Infektionszahlen. Zum Start des Schuljahres lädt die Leitung des Staatlichen Schulamtes für den Main-Kinzig-Kreis um Susanne Meißner (Leitung), Sonja Litzenberger, Günter Rau, Christina Hohmann und Joachim Pfannmüller alljährlich zu einer Pressekonferenz. In jedem Jahr sind die Themen ähnlich: fehlende Lehrerstellen, Stand der Digitalisierung, Schülerzahlentwicklung, Inklusion. In diesem Jahr ist vieles anders: Die Pandemie brachte den Präsenz-unterricht im Frühjahr zum Erliegen und rückte damit die Frage nach der Digitalisierung in den Fokus. Und der Anschlag vom 19. Februar hinterließ bei vielen Hanauer Schülern psychische Spuren.

Umgang mit Corona

Fünf Prozent der Lehrer werden wegen einer Vorerkrankung oder einem anderen Risikogrund nicht am Präsenzunterricht teilnehmen. Dennoch sei der Unterricht „sichergestellt“, das Ganztagesangebot sei zum Schulstart „recht stabil“, so das Schulamt. Gewappnet sieht man sich auch bei der Ausstattung etwa mit Masken oder Desinfektionsmitteln. Der Rest ist – Vertrauen. Reiserückkehrer aus Risikogebieten müssen sich einem Corona-Pflichttest unterziehen. Informationen und Formulare gibt es im CoroNetz des Main-Kinzig-Kreises.

Digitalisierung

Dass Deutschlands öffentliche Schulen bei der Digitalisierung hinterherhinken, war schon vor dem Coronavirus bekannt. Die Pandemie hat das Defizit noch deutlicher vor Augen geführt. Auch mit dem regulären Schulstart bleibt das Thema Fernunterricht aktuell: Schüler, die aus gesundheitlichen Gründen nicht präsent sein können, sollen nicht abgehängt werden. Zudem bietet Onlineunterricht die Möglichkeit, Lehrer, die mit Attest zu Hause geblieben sind, in den Unterricht einzubinden. Auf Landesebene gebe es zur Frage, welches System genutzt werden soll, noch keine Festlegung. Die Stadt Hanau als einer der beiden Schulträger hat allerdings bereits, wie berichtet, Office 365 von Microsoft beschafft. Ziel sei es, so Günter Rau, ein einheitliches System in den Schulen in Hanau und dem Kreis zu nutzen. Mit Fortbildungen sollen die Lehrer fit gemacht werden im Umgang mit entsprechenden Endgeräten.

19. Februar

Ein tiefer Einschnitt war der rassistische Anschlag vom 19. Februar. Spuren hat er auch bei vielen der Hanauer Schüler hinterlassen. Dementsprechend stark waren die Schulpsychologen nach dem Ereignis gefordert. Für viele Jugendliche sei die Rückkehr in den Schulalltag eine schwierige Herausforderung gewesen. Eine Hotline, die nach dem Anschlag eingerichtet wurde, ist immer noch aktiv.

Von David Scheck

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare