300 Händler dabei

Im Wert von 1,1 Millionen Euro: Stadt Hanau hat 90 000 Grimmscheck-Gutscheine ausgegeben

Der Andrang war zu groß: Wegen der hohen Nachfrage und den daraus resultierenden Warteschlangen vor dem Pop-up-Store „HanauAufLaden“ an der Nürnberger Straße/Ecke Rosenstraße gibt es die Grimmschecks ab heute im Rathaus-Foyer.
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Der Andrang war zu groß: Wegen der hohen Nachfrage und den daraus resultierenden Warteschlangen vor dem Pop-up-Store „HanauAufLaden“ an der Nürnberger Straße/Ecke Rosenstraße gibt es die Grimmschecks ab heute im Rathaus-Foyer.

Die Grimmscheck-Aktion der Stadt Hanau läuft weiter gut. Bis heute wurden nach Angaben der Stadt Hanau über 90 000 Grimmscheck-Gutscheine im Wert von 1,1 Millionen Euro ausgegeben, was einem vorhergehenden Umsatz in Höhe von mindestens acht Millionen Euro entspricht.

„Ein wichtiger und nachhaltiger Effekt ist, dass unser Einkaufsgutschein Grimmscheck, den wir 2008 ins Leben gerufen haben, als Stadtmarketing-Instrument erheblich profitiert hat“, wird Martin Bieberle, Geschäftsführer der Hanau Marketing GmbH (HMG), in der Mitteilung zitiert. Die Zahl der Akzeptanz-Stellen habe sich kurz vor und während der Aktion nahezu verdoppelt – nun seien rund 300 Händler, Dienstleister und Gastronomen dabei und damit Partner der Kunden.

Auch in den Stadtteilen gebe es laut Bieberle nun deutlich mehr Grimmscheck-Partner. Auch das Fazit der Hanauer Händler und Gastronomen zur Grimmscheck-Aktion fällt laut der städtischen Mitteilung positiv aus. „Die Kunden waren und sind begeistert – für alle ist es eine Win-win-Situation“, so Mehmet Kandemir, erster Vorsitzender des Hanau Marketing Vereins, laut Mitteilung.

Kunden können ihre Kassenbons ab einem Wert von zehn Euro noch bis 19. Dezember montags bis samstags 10 bis 18 Uhr im Rathaus-Foyer gegen Einkaufsgutscheine, also Grimmschecks, einlösen.

Erstmeldung 4. November 2020: Die Stadt Hanau hat ein drittes Corona-Hilfspaket geschnürt. Der Haupt- und Finanzausschuss, der als „Notparlament“ anstelle der Stadtverordnetenversammlung tagte, hat einhellig weiteren Subventionen zugestimmt, mit denen der in Zeiten der Pandemie arg gebeutelte Hanauer Handel und die Gastronomie unterstützt werden sollen

Das dritte Hilfspaket hat ein Volumen von 1,5 Millionen Euro. Mit den zwei vorausgegangenen summieren sich die kommunalen Corona-Maßnahmen in Hanau auf 13,5 Millionen Euro.

„Erfolgsgeschichte“: Grimmschecks für fast eine halbe Million

Mit dem jetzigen Beschluss wird die erfolgreiche Grimmscheck-Aktion, die zunächst bis 3. November befristet war, bis zum 27. November verlängert. Unter dem Motto „Hanau steht auf Geschenke“ werden bei der Aktion Kassenbons von Einkäufen in 250 Hanauer Grimmscheck-Geschäften und -Betrieben eingelöst gegen Wertschecks von fünf bis 50 Euro.

Seit Beginn der Aktion seien Grimmschecks für fast eine halbe Million Euro ausgegeben worden, berichtete Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD). Damit sei ein Umsatz von drei Millionen Euro für den heimischen Handel generiert worden. Kaminsky: „Das ist eine Erfolgsgeschichte.“

Zusätzliches Budget für die Grimmscheck-Aktion

Die will man fortsetzen, da sich die Situation für den Handel angesichts des Lockdowns light und der momentanen Infektionslage „voraussichtlich erneut verschärfen wird“, heißt es in dem Beschluss.

Die Hanauer Wertscheck-Aktion, an der sich auch andere Städte wie Offenbach orientieren und die nicht nur verlängert, sondern auch organisatorisch erweitert wird, wird mit einem zusätzlichen Budget von einer Million Euro ausgestattet.

Gastronomie in Hanau soll finanziell unterstützt werden

Mit 500 000 Euro soll im Rahmen des dritten Corona-Hilfspakets die Gastronomie unterstützt werden. Die Branche ist mit der angeordneten neuerlichen Schließung von Lokalen und Restaurants besonders vom Lockdown light betroffen. „Die Gastronomie verdient unsere Unterstützung“, so der Rathauschef. Da Bund und Land zugesagt haben, der Gastronomie 75 Prozent der Umsatzausfälle vom November zu erstatten, sei das Hanauer Hilfspaket aber ausdrücklich nicht zur Kompensation von Einnahmeausfällen gedacht.

Erklärtes Ziel ist vielmehr: Man will Lokale und Restaurants „für die Wiedereröffnung wappnen“. Konkret heißt das: Hilfsgelder können etwa für die Anschaffung von Pavillons oder Heizpilzen genehmigt werden, um Außenbereiche zu bewirtschaften; oder etwa für den Kauf von Lüftungsanlagen und Trennwänden in Gasträumen. Bis zu 50 Prozent der Kosten bis maximal 5000 Euro können Gastronomen erhalten.

Stadt finanziert Hilfspaket aus Rücklagen

Die Finanzierung des dritten Hilfspakets erfolgt, wie schon bei den beiden bisherigen, aus städtischen Rücklagen. Im September war ein Sieben-Millionen-Euro-Paket beschlossen worden. Damit wurden städtische Gesellschaften gestärkt, die etwa unter ausbleibenden Busfahrgästen oder Parkhaus-Kunden zu leiden hatten, aber auch das Hanauer Hygieneteam und der Krisenstab finanziert sowie die Anschaffung von Hygiene- und Schutzausstattungen, mit denen sich Hanau bevorratet hat.

Das erste Hilfspaket vom August über fünf Millionen Euro umfasste die Grimmscheck-Aktion sowie Hilfen für Vereine und Kulturbereich. Mit dem Beschluss zum dritten Hilfspaket unterstrich Kaminsky zwar die Bedeutung der Maßnahmen, betonte aber auch, dass „diese Form der Subventionierung keine Dauerinstitution wird.“

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