Weihnachtsbäckerei

Bekannte Bäckerin verrät ihre liebsten Plätzchenrezepte

Zeit für die Verzierung: Auf die Plätzchen pinselt die Steinheimerin Barbara Horch selbst gemachte Himbeer-Johannisbeer-Marmelade.
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Zeit für die Verzierung: Auf die Plätzchen pinselt die Steinheimerin Barbara Horch selbst gemachte Himbeer-Johannisbeer-Marmelade.

Die Hanauerin hat bereits in der TV-Show „Das große Backen“ gezeigt, was sie kann. Vor Weihnachten stellt sie ihre liebsten Plätzchenrezepte vor.

Hanau – Der Ofen ist schon angeheizt. Auf dem Küchentisch liegen Nudelholz, Mehl und Förmchen bereit. Fehlt nur noch der Teig, der im Kühlschrank wartet. Barbara Horch aus Hanau hat für den Besuch unserer Zeitung alles bestens vorbereitet. Wir dürfen der Hobbybäckerin beim Plätzchenbacken über die Schulter schauen. Dass Horch eine Könnerin dieses Metiers ist, hat sich sogar schon öffentlich unter Beweis gestellt als Teilnehmerin der TV-Show „Das große Backen“ auf Sat 1.

Da läuft einem das Wasser im Mund zusammen – die Linzer Plätzchen sind fertig.

Backstube in Hanau: Enkel freuen sich auf Plätzchen zu Weihnachten

„Früher, als die Kinder klein waren, habe ich noch viel mehr Plätzchen gebacken“, erzählt die Steinheimerin, die für die CDU im Stadtparlament sitzt. Doch mittlerweile freuen sich die Enkel über die Vorweihnachtsleckereien. Und davon will Horch an unserem Besuchstag reichlich in den Ofen schieben. Zunächst sind die schwedischen Weihnachtsplätzchen an der Reihe. „Das Rezept habe ich von einer Freundin bekommen, die ein Haus in Schweden hat“, berichtet Horch. Ingwer, Zimt und Zuckerrübensirup sind in dem Teig, den sie ordentlich durchknetet, um ihn anschließend mit dem Nudelholz auszurollen. „Drei Millimeter stark sollte der Teig sein, damit nichts kleben bleibt. Und die Förmchen vor dem Ausstechen in etwas Mehl tunken“, so ihr Tipp. Das Blech mit Tannenbäumen und einem Bischofsmotiv ist schnell voll. Acht Minuten kommt es in den Ofen und bald strömt weihnachtlicher Plätzchenduft durch die Küche.

Als nächstes sind die Linzer Plätzchen an der Reihe. Dafür wird ein Butterplätzchenteig verwendet und Horch sticht Formen mit Blumenmotiv aus. Nach dem Backen – sechs bis acht Minuten sind die Linzer im Ofen – werden die Leckereien mit selbst gemachter Himbeer-Johannisbeer-Marmelade gefüllt und mit Puderzucker bestäubt.

Aus dem Teig für die Schwedenplätzchen entstehen weihnachtliche Tannenbäume.

Leckereien an Weihnachten: Neben Plätzchen gibt es noch eine weitere Spezialität

Außer Plätzchen stehen in Horchs Küche auffällig viele Flaschen Eierlikör. Was es damit auf sich hat, verrät sie mit Schmunzeln: „Das ist eine ganz besondere Spezialität von mir. In der Vorweihnachtszeit verarbeite ich 500 Eier zu Likör.“ Die Flaschen werden an Freunde und Verwandte verschenkt oder für einen guten Zweck verkauft. Vanillezucker sei der Geheimtipp im zartcremigen Likör. Vanille benötigt Horch auch für das nächste Plätzchenrezept: Vanillekipferl. „Die werden bei uns sehr gerne gegessen und sind immer butterweich. Denn es gibt nichts Schlimmeres als Plätzchen, die man, bevor man sie essen kann, in Kaffee tunken muss.“ Für die Kipferl formt Horch zunächst kleine Kugeln, die sie anschließend lang zieht und in Hörnchenform biegt. Nach dem Backen werden sie in Puderzucker mit echter Vanille gewälzt.

Der Horchsche Weihnachtsteller ist mittlerweile gut gefüllt, auch Christstollen und Makronen finden sich darauf. Jetzt kann Weihnachten kommen. (Kerstin Biehl)

Linzer Plätzchen

300 g Mehl

150 g Puderzucker

1 Packung Vanillezucker

1 Prise Salz

200 g Butter

3 Eigelbe,

100 g Himbeergelee

Mehl, 120 g Puderzucker, Vanillezucker, Salz, Butter und 2 Eigelb zu einem glatten Teig verkneten und zu einer Kugel formen. In Folie wickeln und eine Stunde kühl stellen. Ofen auf 200 Grad vorheizen. Teig auf einer bemehlten Fläche drei Millimeter dünn ausrollen. Mit einem Blumenförmchen (4 bis 5 Zentimeter Durchmesser) Plätzchen ausstechen. Aus der Hälfte dieser Plätzchen werden die Unterteile. Aus den anderen Teilen mit einem kleineren Blumenförmchen Plätzchen ausstechen. Aus den Rändern werden die Oberteile. Restliches Eigelb verquirlen, die Oberteile damit bestreichen und alle Teile auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech zirka zehn Minuten backen. Die noch warmen Unterteile mit Himbeergelee bestreichen (Gelee etwas erwärmen). Die Oberteile mit dem restlichen Puderzucker bestäuben und draufsetzen.

Schwedenplätzchen

200 g Butter

200 g Zucker

2 Teelöffel Natron

1 Eigelb

1 Esslöffel Zuckerrübensirup

1 Teelöffel Ingwerpulver

1 Teelöffel Zimt

30 g fein gehackte Mandeln

300 g Mehl

Glasur:

2 Esslöffel Frischkäse

400 g Puderzucker

2 Esslöffel frisch gepresster Orangensaft

Speisefarbe

Butter zerlassen, mit Zucker und übrigen Zutaten vermischen. Zuletzt das Mehl. Zu einem Teig kneten, ausrollen und Figuren ausstechen. Den Teig vor dem Verarbeiten über Nacht im Kühlschrank lagern. Bei 180 Grad 6 bis 7 Minuten backen, abkühlen lassen. Die Backzeit einhalten! Glasur anrühren und die Plätzchen damit verzieren.

Vanillekipferl

400 g Mehl

300 g Butter

200 g gemahlene Nüsse

100 g Zucker

1 Packung Vanillezucker

1 Ei

Mehl, Zucker, Vanillezucker, Nüsse mischen, dann Butter in Stückchen draufgeben und mit dem Ei zu einem Teig verkneten. Kipferl formen und bei 180 Grad zirka zehn Minuten backen. Aus dem Ofen nehmen und sofort mit Puderzucker (gemischt mit echter Vanille) bestäuben.

In diesem Jahr gibt es in Hanau auch wieder einen Weihnachtsmarkt.

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