Jäger erklärt Rücktritt als CDU-Chef

Hanau (did) ‐ Die Hanauer CDU steht erneut ohne einen Vorsitzenden da. Matthias Jäger hat gestern Abend in einem Offenen Brief an die CDU-Mitglieder mit sofortiger Wirkung die Niederlegung des Parteivorsitzes erklärt.

In dem vierseitigen Schreiben begründet Jäger diesen Schritt mit dem „katastrophalen inneren Zustand“ der Partei - eine Änderung sei zudem nicht in Sicht. Er übt unter anderem heftige Kritik an seinem Amtsvorgänger Ludger Wösthoff und dem ehemaligen Fraktionsvorsitzenden Franz Ott, die maßgeblich für das „Chaos“ verantwortlich gewesen seien, das er bei seinem Amtsantritt vorgefunden habe. Jäger war erst im vergangenen Februar zum Vorsitzenden gewählt worden.

Lesen Sie den offenen Brief zu seinem Rücktritt: „Weiter so im Intrigantenstadl

Der Steinheimer CDU-Politiker spricht von Intrigen gegen seine Person. Namentlich wirft er dem früheren Oberbürgermeister Helmut Kuhn und dem früheren Vorsitzenden Christian Gössel dieses vor. Kritik übt er auch am neuen Fraktionsvorsitzenden Dieter Hog, der sich direkt nach seiner Wahl mit jenen verbündet habe, die er zuvor ein Jahr lang bekämpft habe. Jäger beklagt, dass hinter seinem Rücken seine Abwahl vorangetrieben worden sei.

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