Sanierung soll nächstes Jahr beendet sein

Jahresbilanz des Stadtklinikums Hanau: 34 100 Patienten - Mehrere Millionen investiert

Besser als erwartet ist das Jahresergebnis 2019 des Klinikums Hanau.

Das Klinikum Hanau blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2019 zurück. Mit einem Jahresergebnis von 3,105 Millionen Euro liegt das wirtschaftliche Ergebnis 2,069 Millionen Euro über dem des Vorjahres und 1,943 Millionen Euro über dem des Wirtschaftsplans.

Hanau - „Das Ergebnis zeigt, dass das Klinikum als kommunales Haus trotz schwieriger Bedingungen gut aufgestellt ist und zuversichtlich in die Zukunft blicken kann“, so Oberbürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender Claus Kaminsky. Insbesondere die Positionierung als Level-I-Haus im Versorgungsgebiet 4 Frankfurt-Offenbach in der aktuellen Covid-19-Pandemie durch das Hessische Ministerium für Soziales und Integration verdeutliche die Schlüsselrolle des Klinikums in der Gesundheitsversorgung der Region, so Kaminsky.

Die Zahl der 2019 stationär behandelten Patienten (somatisch und psychiatrisch) betrug laut Mitteilung rund 34 100. Die Auslastung lag wiederum bei zirka 80 Prozent. Die Zahl der behandelten Patienten in der Zentralen Notaufnahme (ZNA) war wiederholt rückläufig und folgt damit laut Mitteilung dem angestrebten Ziel, nur Patienten zu versorgen, deren Erstversorgung tatsächlich einer Klinikambulanz bedarf. Im Jahr 2019 wurden 33 775 Patienten (2018: 35 700) in der ZNA erstversorgt, zirka 14 400 davon mussten stationär aufgenommen werden. Patienten die fälschlicherweise eigenständig die ZNA aufgesucht hatten, konnten an die dafür zuständigen niedergelassenen Ärzte verwiesen werden.

Die zunehmende Spezialisierung der Medizin wurde auch 2019 am Klinikum weiter vorangetrieben. Einer der wesentlichen Meilensteine hier war laut Mitteilung die Gewinnung von Dr.. Guido Groschup als Chefarzt der neu gegründeten Klinik für Rhythmologie, die am 1. Januar ihre Arbeit aufgenommen hat. Zu den bisher neun zertifizierten Zentren kamen 2019 außerdem die Zertifizierung als MS-Zentrum durch die Deutsche MS-Gesellschaft und die Zertifizierung als Tumorzentrum durch die Deutsche Krebsgesellschaft hinzu.

Zum Stichtag 31.12.2019 waren am Klinikum 1299 Vollkräfte beschäftigt, das sind 39 mehr als im Vorjahr (1260 VK). Die Personalkosten beliefen sich im vergangenen Jahr auf 104,7 Millionen Euro (2018: 99 Millionen). Wie die meisten Häuser, kam auch das Klinikum 2019 nicht ohne den Einsatz von Leihkräften aus, setzte aber, um dem Personalmangel entgegenzuwirken, laut Mitteilung verstärkt auf eigene Personalmarketingkampagnen on- und offline sowie die Akquise von Fachkräften aus dem Ausland (unter anderem Rumänien, Serbien und Asien). Ein weiterer wesentlicher Bestandteil der Personalpolitik sei die Ausbildung und anschließende Weiterbeschäftigung von jungen Pflegefachkräften. 2019 wurden die Ausbildungsplätze von 135 auf 145 aufgestockt und konnten auch zu 85 Prozent besetzt werden.

Im vergangenen Jahr wurden, neben den Kosten für die Instandhaltung von 6,2 Millionen Euro (2018: 5,9 Millionen), zirka 8,1 Millionen Euro in Bau, Ausstattung, Sanierung, Medizingeräte und Informationstechnologie investiert. Die Modernisierung des Klinikstandorts schreiteed mit der Sanierung der Stationen H6 bis H11 weiter voran. Zwei Stationen wurden bereits fertiggestellt, bis 2021 sollen alle sechs Stationen umgebaut sein. Um auch gerätetechnisch auf dem neuesten Stand zu bleiben, wurde 2019 ein neues 1,5T MRT für 1,4 Millionen Euro angeschafft sowie die Anschaffung von zwei neuen Linearbeschleunigern für die Strahlentherapie mit einer europaweiten Ausschreibung in die Wege geleitet.    cs

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