Gräberfeld wird hergerichtet

Tor zum jüdischen Friedhof

Mitglieder des Steinheimer Ortsbeirates, Vertreter des „Runden Tischs“
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Mitglieder des Steinheimer Ortsbeirates, Vertreter des „Runden Tischs“ sowie der Kooperationspartner Eugen-Kaiser-Schule, Ludwig-Geißler-Schule und AQA trafen sich unlängst auf dem alten jüdischen Friedhof an der Darmstädter Straße, um letzte Details der Neugestaltung der Anlage zu besprechen. Das Projekt soll sich über Spenden finanzieren.

Steinheim - Nach den Sommerferien wird mit der Herrichtung des aufgelassenen alten jüdischen Friedhofs an der Darmstädter Straße in Steinheim begonnen.

Bereits vor zwei Jahren hatten der Ortsbeirat Steinheim sowie die städtische Verwaltung die Anregungen des „Runden Tisches zum Gedenken im Alltag an die Steinheimer Opfer des Nationalsozialismus“ aufgegriffen. Jetzt sollen sie in die Tat umgesetzt werden.

So soll die Anlage, entsprechend ihrem historischen Charakter, wieder an der Dalbergstraße geschlossen und an der Darmstädter Straße mit einem niedrigen und immer zu öffnenden Tor eingezäunt werden. Der Entwurf stammt von Gernot Gesser und ist so gestaltet, dass er nicht davon abhält, diesen öffentlichen Ort zu betreten. Ausgeführt werden die Maßnahmen von Steinheimer und Hanauer Jugendlichen in einem Kooperationsprojekt verschiedener Hanauer Ausbildungs-, Qualifizierungs- und Schulträger. So erstellen bis Herbst die Auszubildenden der Ludwig-Geißler-Schule und der AQA, die Qualifizierungs- und Ausbildungsgesellschaft des Kommunalen Centers für Arbeit im Main-Kinzig-Kreis, das Lastenheft und die Eugen-Kaiser-Schüler werden mit der Schließung des Mauerdurchbruchs an der Dalbergstraße und den Fundamentarbeiten an der Darmstädter Straße beginnen.

Eppsteinschüler erstellen Dokumentation

Im Frühjahr werden dann die Ludwig-Geißler-Schüler und die Auszubildenden der AQA das Tor herstellen. In der Zwischenzeit erstellen die Schülerinnen und Schüler der Eppsteinschule eine Dokumentation über die wechselvolle Geschichte des Friedhofs. Das große Kooperationsprojekt der verschiedenen in Hanau tätigen Ausbildungsträger soll im März nächsten Jahres dann der Öffentlichkeit übergeben werden. Die Kosten für dieses soziale Gemeinschaftsprojekt werden durch Spenden finanziert. Spenden werden erbeten an die Evangelische Kirche Steinheim, Konto 5511097 bei der Frankfurter Volksbank, BLZ 50190000 und dem Verwendungszweck: Friedhof.

Der „Runde Tisch zum Gedenken im Alltag an die Steinheimer Opfer des Nationalsozialismus“ wird getragen von den drei Steinheimer Kirchengemeinden, dem Heimat- und Geschichtsverein Steinheim und Steinheimer Bürgern. Die Mitglieder beschäftigen sich mit der Aufarbeitung der Geschichte der Steinheimer Opfer des Nationalsozialismus. Nach der Verlegung der „Stolpersteine“ für die jüdischen Opfer und der Anbringung der Hinweistafel an der letzten Steinheimer Synagoge wird nun über die Ermordung der Steinheimer Behinderten recherchiert und die Umstände dazu erforscht. Die erste Veranstaltung zu diesem Thema wird am 5. September stattfinden. Kontakt zum Runden Tisch erhält man über die Organisatoren.

did

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