Das Festival „Jung & abgedreht“ ist gefragt

Filmteams in den Startlöchern

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Die Organisatoren und Sposoren gaben im Kinopolis den Startschuss für die sechste Auflage des Hanauer Jungendkurzfilmfestivals „Jung & abgedreht“. 

Hanau - Das Organisationsteam um die Hanauer Arbeiterwohlfahrt und zahlreiche Sponsoren gaben im Kinopolis den Startschuss für die 6. Auflage des Hanauer Jugendkurzfilmfestivals „Jung& abgedreht. “ Von Dieter Kögel 

Bis 30. November haben ambitionierte Filmer zwischen 14 und 27 Jahren nun Zeit, ihre Beiträge einzureichen. Das Interesse ist offenbar groß. Die ersten Anmeldungen, so Juryvorsitzender und Mitorganisator Daniel Siebert, sind bereits eingegangen, nachdem auf der Internetseite des Festivals kurz auf die neue Runde hingewiesen worden war. „Das hatten wir noch nie“, sagt auch Anna Jagust von der Hanauer Arbeitewohlfahrt, die das Festival seit Jahren organisiert und federführend ausrichtet.

Um die 100 Beiträge waren es im vergangenen Jahr, aus denen die Jury dann eine Vorauswahl von rund 30 Streifen getroffen hat, die beim Kurzfilmfestival im großen Saal des Kinopolis gezeigt und bewertet wurden; darunter Einsendungen aus ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland. Für Oberbürgermeister Claus Kaminsky ist das ein Beweis dafür, dass sich das Hanauer Kurzfilmfestival zu einer „Erfolgsgeschichte von überregionaler Bedeutung“ entwickelt hat.

Die Stadt unterstützt das Festival mit 2500 Euro, und „das soll auch so bleiben,“ versicherte der Oberbürgermeister. Das ist bei weitem aber nicht genug, um das Festival finanziell zu stemmen. Weitere Sponsoren wie Evonic, Sparkassen-Stiftung, Zonta-Club, städtische Baugesellschaft und andere Geldgeber sorgen mit ihrem Engagement für die finanzielle Basis. Aber „uns fehlen derzeit noch rund 5000 Euro“, berichtete Anna Jagust in der Hoffnung auf weitere Geldgeber. „Jeder Sponsor ist uns von Herzen willkommen.“ Denn auch der Oberbürgermeister gesteht zu: „Die Finanzierung ist auf Kante genäht.“

Am 18. Januar 2018 werden die ausgewählten Beiträge dem großen Publikum im Hanauer Kinopolis präsentiert. Seit Jahren schon ist das Ereignis regelmäßig ausverkauft, wenn die höchstens fünfminütigen Filme in den verschiedenen Kategorien der jungen Amateure oder der „Young Professionals“ auf die Großleinwand kommen.

Eine zusätzliche Kategorie befasst sich mit Musikvidoes. Und außerhalb der Festivalwertung kommen auch die „Local Heroes“ der regionalen Filmszene zu ihrem Recht. Denn, so die Organisatoren, das Festival versteht sich auch als Förderer der lokalen Filmerszene, für deren Beiträge auch die Mindestaltersgrenze herabgesetzt wird, so dass selbst Grundschulen oder gar Kitas die Möglichkeiten zum Mitmachen haben.

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Ein festgesetztes Thema, zu dem gearbeitet werden soll, gibt es auch diesmal nicht, so Anna Jagust. Damit sei das Festival in den vergangenen Jahren „sehr gut gefahren.“ Denn die Teilnehmer schöpfen die Themen aus ihrem persönlichen Interessensbereich. Das mache das Festival vielfältig, bunt und auch politisch.

Flucht, Krieg oder Umweltzerstörung gehörten im vergangenen Jahr zu den Inhalten, aber auch Dokumentationen, Reportagen, kleine Spielfilme und Unterhaltendes war vertreten. Mit einer ähnlichen Mischung rechnen die Veranstalter auch für die Neuauflage des Kurzfilmfestivals, auf dessen Internetseite „Jung & abgedreht“ die Einzelheiten zur Teilnahme ab sofort einsehbar sind.

Sowohl die Filmer, als auch die Besucher dürfen sich schon jetzt auf einen anregenden Filmtag im Kinopolis einrichten. Denn die Veranstalter wollen dem Filmfest noch ein bisschen mehr „Eventcharakter geben“, sagt Organisator Daniel Siebert.

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