Kampagne für sauberes Hanau

Wilden Müllhalden Kampf angesagt

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HIS-Betriebsleiter Markus Henrich stellte gestern die neue Kampagne für mehr Sauberkeit in Hanau vor. 100.000 Euro kostet jährlich die Beseitigung von illegal entsorgtem Sperrmüll.

Hanau - Mit einer neuen Kampagne will der städtische Eigenbetrieb Hanau Infrastruktur und Service (HIS) gegen die wilde Ablagerung von Sperrmüll mobil machen. Von Dieter Kögel 

Auf insgesamt elf Müllfahrzeugen der Stadtreinigung prangen seit gestern die entsprechenden Slogans – auch mit den Hinweisen, dass es eigentlich ganz einfach ist, den Sperrmüll ganz legal und kostenfrei in der Brüder-Grimm-Stadt zu entsorgen.
Stadtrat Thomas Morlock (FDP) stellte am Donnerstag auf dem Hanauer Marktplatz die neue Kampagne vor. Zwei Müllfahrzeuge waren vorgefahren, auf denen Beispiele der neuen Werbung für eine sauberere Umwelt zu sehen waren. „Is‘ voll peinlich“ meint der ausgediente Sessel zum in der Landschaft abgelegtem Sperrmüll. Und „Is‘ total easy“ meint er zur Bestellung der regulären Sperrmüllabfuhr. Rund 130 Tonnen illegal entsorgten Müll müssen Hanaus Müllwerker jährlich entsorgen, erläuterte HIS-Betriebsleiter Markus Henrich zum Anlass der Kampagne. Das verursache rund 100000 Euro Kosten, die alle Bürger über ihre Müllgebühren unnötig zahlen müssten.

Immerhin gibt es mittlerweile bei HIS einen „Müllsheriff,“ der gegen illegale Müllablagerungen vorgeht. „Es können Strafen bis zu 5000 Euro drohen, wenn ein Verursacher ermittelt wird“, warnte Henrich. Aber die Stadt setze auch auf Information und Aufklärung. Der Müllflyer, in dem über den Umgang mit den verschiedenen Abfallsorten informiert werde, stehe in acht Sprachen übersetzt zur Verfügung und werde entsprechend verteilt. Und mit der neuen Kampagne wolle man „auch mit einem Augenzwinkern“ das Problem des Sperrmülls in den Blickpunkt rücken, erklärte Morlock. Denn wo Müll liege, „wird schnell nachgelegt,“ so die Erfahrung.

Dies gelte es zu verhindern. Denn Müll in der Stadt sorge beim Bürger immer für ein ungutes Gefühl. Auch das Gefühl von Sicherheit werde so eingeschränkt, weil die soziale Kontrolle offenbar nicht in rechtem Maße stattfinde. Das Müllproblem in den Griff zu bekommen sei „eine Gemeinschaftsaufgabe,“ so Morlock, auf die auch mit der neuen Kampagne verstärkt hingewiesen werde. „Fühlen Sie sich angesprochen dazu beizutragen, dass Hanau ein Stück sauberer wird.“

Unterwegs mit den Offenbacher Müll-Detektiven: Bilder

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