Stadt aus 100.000 Legosteinen

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Sportarena, Hafen, Hochbahn: 30 Kinder bauen an zwei Tagen ihre eigene Stadt - alles aus Lego. Frank Rütten leitet die Mädchen und Jungen an beim Bau ihrer großen Legostadt. Das Projekt wurde von der Familienakademie der Kathinka-Platzhoff-Stiftung initiiert.

Hanau - Zwei Tage genügen wohl, um eine komplette Stadt entstehen zu lassen. Zumindest wenn 100.000 Legosteine als Baumaterial zur Verfügung stehen. Von Dieter Kögel 

Wie in den Räumen der Kathinka-Platzhoff-Stiftung, wo 30 Kinder im Alter von 8 bis 13 Jahren auf Einladung der Familienakademie der Stiftung an dem interaktiven Projekt teilgenommen haben.

Projektleiter Frank Rütten vom Verein „Das kunterbunte Kinderzelt“ hatte sowohl alte Legobausätze mitgebracht, als auch neue im Gepäck. Mit den schnell zu montierenden Bausätzen wurde auf den Bodenplatten die grobe Struktur geschaffen: Basketball-Arena samt Masten mit Flutlicht, Hochseehafen, Weltraumbahnhof, über die Straßen spannen sich die Schienen der Hochbahn, im Vergnügungspark ist das Riesenrad der Blickfang. „Aber es gibt noch weiße Flecken auf den Grundplatten,“ verkündet Rütten seinen Schützlingen. Und diese weißen Flecken sollen mit Häusern Marke Eigenbau geschlossen werden. Unter Marvins geschickten Händen entsteht ein Haus in den Farben Schwarz, Rot und Gelb. „Wir bauen ein dreistöckiges Haus“, kündigen Dennis und Moritz an und verschwinden im hinteren Teil des großen Raumes, um sich aus vielen Kästen die benötigten Legosteine herauszusuchen.

Geschick werden beim Bau der Legostadt ebenso verlangt wie Fantasie, weiß Projektleiter Rütten, der für den Verein „Das kunterbunte Kinderzelt“ seit acht Jahren mit den Legosteinen unterwegs ist und mehrmals im Jahr in verschiedenen Einrichtungen zum Städtebau einlädt. Und er weiß auch, dass die Konzentrationsfähigkeit der jungen Teilnehmer nicht unerschöpflich ist. Also gibt es immer mal wieder Bewegungs- und Spielpausen, für die der Innenhof in der Wallonisch-Niederländischen Kirche genutzt wird. Dann geht es zurück an die Arbeitstische.

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„Es geht ums Lego bauen, nicht ums Lego spielen,“ sagt Rütten, der auch Fotokopien alter Hanauer Gebäude mitgebracht hat - als Vorbild fürNachbauten. Doch „da trauen die sich anscheinend nicht recht ran.“ Macht nichts, auch die frei Hand geschaffenen Gebäude fügen sich zum Stadt-Unikat made in Hanau. Die Arbeitsergebnisse wurden am Sonntag den Eltern und anderen Familienmitgliedern präsentiert.

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