Kinder finden Schutz auf 340 „Hilfeinseln“

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„Kinderkommissar Leon“, der Hessenlöwe mit der Polizeimütze, nahm den Schülern der Tümpelgartenschule den „Kinderkommissar-Eid“ ab, anschließend verteilte er entsprechende Ausweise.

Hanau ‐ Mit den jüngst im Hanauer Tümpelgarten- und Lamboygebiet eingerichteten weiteren 27 „Hilfeinseln“ ist nun das gesamte Hanauer Stadtgebiet mit Anlaufstellen versehen, die nicht nur, aber vor allem Kindern in bedrängten Situationen offen stehen. Von Dieter Kögel

Damit gibt es in Hanau insgesamt 340 „Hilfeinseln“. „Ein starkes Netzwerk,“ wie die Vorsitzende des Präventionsrates, Anne Dorothea Stübing gestern während einer Feierstunde in der Aula der Tümpelgartenschule betonte. Und noch dazu ein Netzwerk „mit Aufwärtstrend.“ Denn noch immer kommen weitere Anlaufstellen in Geschäften oder öffentlichen Gebäuden hinzu.

Für die Grundschüler der Gebeschus- und der Tümpelgartenschule war das gestern ein Grund, mit Vertretern der Stadt, der Schulen und der Polizei zu feiern. Stargast der Party war indes „Leon“. Der kleine Löwe mit Polizeimütze weist an vielen Scheiben von Geschäften, Läden oder Institutionen darauf hin, dass hier Hilfe zu erhalten ist. Und die Kinder kennen ihren „Kinderkommissar Leon“. Zumindest gingen auf eine entsprechende Frage des Polizeidirektors Hans Günter Knapp in der Aula alle Finger hoch.

Hanau ist die „Hifeinsel-Stadt“ in Hessen

„Hanau ist eine sehr sichere Stadt. Da muss man keine Angst haben,“ meinte der oberste Polizist für Hanau und den Main-Kinzig-Kreis. Doch im Falle eines Falles böten die „Hilfeinseln“ Sicherheit. Etwa wenn man das Gefühl habe, verfolgt zu werden oder sich auf dem Schulweg oder in der Freizeit Bedrohungen ausgesetzt fühle.

Mit 340 Hilfeinseln sei Hanau die „Hifeinsel-Stadt“ in Hessen, freute sich auch Oberbürgermeister Claus Kaminsky. Nirgendwo sonst gebe es ein so dichtes Netz an Anlaufstellen. „Leon wacht über alle Hanauer Kinder. Aber auch über die Erwachsenen,“ ergänzte die Vorsitzende des Hanauer Präventionsrates. Denn auch die können das Angebot selbstverständlich in Anspruch nehmen. „Aber ihr als Kinder braucht die eben besonders nötig.“ 340 Hilfeinseln, das bedeute auch 340 und mehr Unterstützer dieses Projektes, ohne die das Netzwerk nicht habe entstehen können. Stübing dankte denn auch den Initiatoren und all jenen, die den Leon-Aufkleber an ihre Scheiben geklebt haben.

Nach dem offiziellen Teil schließlich nahm Leon persönlich allen anwesenden Kindern den „Kinderkommissar-Eid“ ab, der zu Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit und zum fairen Umgang miteinander verpflichtet. Mit den danach ausgehändigten Kinderkommissarausweisen bekamen die Grundschüler auch die entsprechende schriftliche Legitimation mit auf den Nachhauseweg.

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