SV klar auf Fusionskurs

Steinheim (hoh) - Die erste Hürde zum Sportverein 1910 Germania Steinheim e.V. ist genommen. Die Mitglieder des Sportvereins 1910 Steinheim stimmten am Donnerstagabend um 20.40 Uhr mit großer Mehrheit für die geplante Fusion mit der SG Germania Steinheim.

Von 124 anwesenden stimmberechtigten Mitgliedern votierten in der SV-Vereinsgaststätte 106 für eine Fusion, elf stimmten dagegen, sieben enthielten sich. Für die benötigte 75-prozentige Zustimmung zur Fusion hätte der SV-Vorstand an diesem Abend „nur“ 93 mit Ja votierende Mitglieder benötigt. Das überraschend klare Votum für eine Fusion mit den Germania-Kickern wurde von den Mitgliedern mit Applaus begrüßt. „Die Diskussion war nicht so ausufernd wie es erwartet wurde“, freute sich der Vereinsvorsitzende Hans Jürgen Stendal über das Mitgliedervotum.

Vor der Abstimmung hatte SV-Ehrenmitglied Uwe Helmig als Berater des Vorstandes den Mitgliedern nochmals die Vor- und Nachteile einer Fusion dargelegt. Laut Helmig sprechen die Fakten ganz klar für ein Zusammengehen mit der Germania. Im Anschluss stellten einige SV’ler aus den Reihen der Tennis- und Fußballabteilung Fragen, die vom Vorstand jedoch souverän beantwortet wurden und einige „Fusionszweifler“ überzeugten.

Nun liegt die Entscheidung bei den Mitgliedern der SG

Vorteile sind unter anderem die ideale Ergänzung in der Fußball-Jugendarbeit. Der SV hat 200 Nachwuchskicker bis zur C-Jugend, die Germania eine starke A- und B- Jugend. Die personelle Verstärkung im Betreuer- und Trainerbereich sowie der Führungsebene, ein starkes Mitgliederplus und die Bündelung sprächen ganz eindeutig zugunsten einer Vereinsfusion, heißt es. Für eine Übergangszeit von zwei Jahren sollen laut Beschluss die Vorstandspositionen paritätisch - von jedem Verein ein Vertreter - besetzt werden, so dass der neue Vereinsvorstand aus neun Personen bestehen wird.

Auf den SV entfallen laut Verhandlungen zwischen den Vereinen fünf Vertreter, auf die Germania vier. „Tradition heißt nicht nur die Asche aufzubewahren, sondern das lodernde Feuer weiterzugeben“, sagte Helmig in seiner Rede für eine Fusion beider Traditionsvereine. Nun liegt es an den Mitgliedern der SG Germania am 15. April darüber zu befinden, ob sie dem SV beitreten wollen. Hierzu müsste sich die kleinere SG Germania zunächst auflösen.

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