Strommasten erhalten neuen Korrosionsschutz

Klein-Auheim: Schwere Arbeit in luftiger Höhe

Zwischen 40 und 60 Meter hoch sind die Strommasten, die derzeit neu gestrichen werden. Fotos: Hackendahl

Es ist harte Arbeit in schwindelerregender Höhe in Klein-Auheim: An den 65 riesigen Masten der Stromtrasse, die vom Umspannwerk Großkrotzenburg zum Umspannwerk Frankfurt-Nord führt, werden derzeit Instandhaltungsarbeiten vorgenommen.          

Klein-Auheim - Die zwischen 40 und 60 Meter hohen Masten werden von alter Farbe gereinigt und mit Korrosionsschutzfarbe neu angestrichen. Nun waren die Arbeiter an einem Mast zwischen Klein-Auheim und Hainstadt zugange.

„Alle 25 bis 30 Jahre werden die Stahlmasten mit Korrosionsschutzfarben neu gestrichen“, erläutert Ulrike Hörchens, Pressesprecherin des Netzbetreibers Tennet. Die riesigen Netze, die über die Masten gestülpt werden, fangen die alte Farbe auf, die mit Hochdruckreinigern entfernt wird. Die aufgefangenen Farbpartikel werden entsorgt.

Bauleiter Artur Sobierajski verfolgt die Arbeiten hoch über seinem Kopf. Seine Männer klettern zwischen den Streben, mit Drahtseilen und Karabinern gut gesichert. Für die Dauer der Arbeiten ist natürlich der Strom abgeschaltet. „Das ist extrem schwere Arbeit“, weiß Sobierajski. 8000 Liter Wasser, die über eine längere Schlauchleitung an die Masten herangeführt werden und mehrere Dieselgeneratoren, die den nötigen Strom liefern, werden für das Wasserbestrahlen im Stahlmast benötigt. „Auf der linken Seite des Masts verlaufen die 110 Kilo-Volt-Leitungen, rechts die mit 220 KV“, weiß der Bauleiter.

Das Bayreuther Unternehmen Tennet betreibt ein Stromnetz, das von der deutsch-dänischen bis zur deutsch-österreichischen Grenze durch vier Bundesländer (Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Hessen und Bayern) verläuft. Es ist laut Unternehmenssprecherin Hörchens deutschlandweit das Stromnetz, das mit mehr als 40 Prozent die meisten regenerierbaren Energien aus Wind- und Solarerzeugung einspeist.

VON HOLGER HACKENDAHL

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