Rund 3 000 Besucher 

Heulen unterm Vollmond:  Wolfsnacht in Klein-Auheimer Wildpark ist ein Publikumsmagnet

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„Wolfsmutter“ Dr. Marion Ebel mit einem ihrer drei weißen Tundrawölfe.

Die insgesamt 18. und in diesem Jahr erste Klein-Auheimer Wolfsheulnacht im Wildpark Alte Fasanerie war wieder ein phänomenaler Publikumserfolg. Nach Schätzung der Mitarbeiter am Einlass passierten am Samstagnachmittag 3000 Besucher die Kassen.

  • 1. Wolfsnacht 2020 in Klein-Auheim ein großer Erfolg
  • Vollmond hat keinen Einfluss auf das Heulen
  • Europäische Wölfe halten sich zurück

Klein-Auheim - „Die Generalprobe hat gut geklappt. Es war das erste Mal, dass ich mich wirklich richtig auf das Ereignis vorbereitet habe. So früh im Jahr haben wir bislang selten eine Wolfsheulnacht angeboten“, stellte Dr. Marion Ebel, Wildbiologin und Ziehmutter der drei Tundrawölfe Inuq, Aslan und Monja fest. Der Reiz bestehe natürlich darin, dass es im Gegensatz zu den Heulnächten im Frühjahr und Sommer richtig dunkel sei. 

Trotzdem konnten die Besucher am Wolfsgehege genug sehen, denn auf dem Hügel wurden Ebel und die drei Wölfe von Strahlern ins richtige Licht gesetzt. Der Vollmond am Samstagabend, so Ebel, habe nach wissenschaftlichen Erkenntnissen übrigens keinen Einfluss auf die Bereitschaft der Wölfe, zu heulen. Vielmehr sichern sie so während der Nahrungssuche ihr Revier. Wenn Junge auf der Welt sind, schweigen die Tiere aus gutem Grund, denn sie wollen ihren Standort nicht preisgeben, erläuterte die Wildbiologin.

Zu welchen Leistungen Vierbeiner fähig sind, zeigten Gruppen von verschiedenen Hundevereinen im Rahmenprogramm auf der Festwiese des Klein-Auheimer Wildparks. Fotos: Seifert

Die Spannung war natürlich groß, als Dr. Marion Ebel, nach ausführlichen Streicheleinheiten, das Heulen anstimmte und zunächst Monja, dann Inuq und zuletzt Aslan in das Geheul einstimmten. Die europäischen Wölfe im Nachbargehege hielten sich allerdings vornehm zurück, bei der Generalprobe, so berichtete Ebel, hätten sie noch eingestimmt.

Klein-Auheim: Wolfsnacht im Wildpark ist wieder riesiger Erfolg

Nach wenigen Minuten war das Spektakel dann auch schon vorbei. Doch für die Besucher hatte Ebel noch eine Vielzahl von Fakten über die drei im Wildpark in Rheinböllen geborenen und von ihr ab dem Alter von zwei Wochen aufgezogenen Tundrawölfe parat. So können die Tiere wegen ihres extrem dichten weißen Fells Temperaturen von bis zu minus 50 Grad aushalten. Und sie sind bedeutend größer und schwerer als ihre europäischen Artgenossen.

Zeichnungen der Künstlerin Katarzyna Miloszewska wurde in einer Ausstellung am Wolfsgehege gezeigt. Fotos: Seifert

Das Wolfsheulen war der Höhepunkt der Wildpark-Veranstaltung, die allerdings ein sehenswertes Vorprogramm hatte. Auf der Festwiese gab es mehrere Hundevorführungen. Mit dabei waren die Rettungshundestaffel des Main-Kinzig-Kreises, die Mainhattan Dog-Dancers, der Verein Hundesport Lich und die Hundeschule Reinhard. Gerade für Kinder und Jugendliche waren die Vorführungen der gelehrigen Vierbeiner ein echter Hingucker, aber auch Eltern und Großeltern staunten, was Hunde alles zu leisten fähig sind.

Abgerundet wurde die gelungene Veranstaltung durch eine Ausstellung von Bildern der Künstlerin Katarzyna Miloszewska, die ihre Werke von Wölfen direkt in einem Zelt am Gehege der Tundra-wölfe präsentierte.

Für Essen und Getränke sorgten am Samstag wieder die Mitglieder des Fördervereins des Wildparks.

VON THOMAS SEIFERT

Ein herrenloser Geißbock steuerte zielsicher den Friedhof in Klein-Auheim an. Dort sah er sich mit mehreren städtischen Mitarbeitern konfrontiert. Erst zu neunt und nach Stunden konnten sie das sture Tier bändigen.

Es häuften sich die Schlagzeilen über Wolfsattacken auf Nutztierherden. Je mehr frei lebende Wölfe es in Deutschland gibt, umso größer scheinen die Konflikte zu sein. Können übel riechende Duftstoffe Wölfe davon abhalten, Schafe zu reißen? Daran forscht eine junge Biologin im Klein-Auheimer Wildpark.

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