Nach Wasserdampfexplosion 2014

Staudinger-Ausfall bremst hessische Stromproduktion

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Das Kohlekraftwerk Staudinger nach der Wasserdampfexplosion. 

Großkrotzenburg - Die Stromproduktion hessischer Kraftwerke ist seit 2014 um rund ein Fünftel gesunken: Der Grund: Die Wasserdampfexplosion im Kraftwerk Staudinger.

Die Stromproduktion hessischer Kraftwerke ist 2014 wegen des Stillstands im Kohlemeiler Staudinger um rund ein Fünftel gesunken. Erzeugt wurden 6,85 Milliarden Kilowattstunden Strom, wie das Statistische Landesamt heute in Wiesbaden mitteilte. Das sei zugleich der niedrigste Stand seit 50 Jahren. Die Kohleverstromung fiel um die Hälfte auf 2,10 Milliarden Kilowattstunden und machte nur 31 Prozent der Bruttostromerzeugung aus. Im Kohlekraftwerk Staudinger bei Großkrotzenburg am Main hatte sich im Mai 2014 eine Wasserdampfexplosion ereignet.

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Daraufhin stand das Kraftwerk bis Anfang 2015 still. Die Stromerzeugung aus Erdgas sank um 6,8 Prozent auf 2,74 Milliarden Kilowattstunden zurück, was aber einen Anteil von 40 Prozent der Gesamtproduktion ausmachte. Wasserkraft lieferte 785 Millionen Kilowattstunden (11 Prozent der Produktion). Von anderen Energieträgern stammten 1,22 Milliarden Kilowattstunden Strom (18 Prozent). Erfasst wurden in dieser Statistik aber nur Kraftwerke, nicht die Einspeisung aus Windkraft oder Sonnenenergie.

Tag der offenen Tür im Staudinger-Kraftwerk

dpa

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