Drei Kommunen wollen gegen Kohleblock 6 klagen

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Hanau, Hainburg und Alzenau wollen gegen Kohleblock 6 klagen

Hanau - Hanau, Hainburg und Alzenau wollen gegen die geplante Erweiterung des Kohlekraftwerks Staudinger in Großkrotzenburg klagen.

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Die drei Kommunen hätten sich darauf verständigt, dies zum Schutz ihrer Bürger vor dem weltweit größten Kraftwerksblock zu tun, sagte der Hanauer Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) am Mittwoch. Die politischen Gremien in Hainburg (Landkreis Offenbach) und Alzenau (Landkreis Aschaffenburg) hätten einer Klage gegen den Bau eines sechsten, mehr als 1,2 Milliarden Euro teuren Kraftwerkblocks zugestimmt.

Nachdem der Magistrat in Hanau schon seine Empfehlung dazu abgegeben hat, muss am Montag noch die Stadtverordnetenversammlung zustimmen. Die drei Kommunen hatten sich bereits gemeinsam im Genehmigungsverfahren gegen die umstrittenen Pläne des Energie- Konzerns Eon gewandt. Es sei nun folgerichtig, das man auch zusammen den Klageweg beschreite, begründete Kaminsky. Der Klageweg sei unvermeidbar, da die Einwendungen im Genehmigungsverfahren nicht beachtet worden seien.

Fachanwalt Matthias Möller-Meinecke werde die drei Kommunen bei ihrer angestrebten Klage vor dem Verwaltungsgerichtshof in Kassel vertreten. Das Regierungspräsidium Darmstadt hatte Ende Dezember dem Energie- Riesen Eon eine erste Teilgenehmigung für den Bau eines sechsten Block erteilt. Im Gegenzug will Eon drei alte Blöcke abschalten.

dpa

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