Kranzniederlegung zum „Holocaust-Gedenktag“

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Hanau - Mit einer Veranstaltung auf dem Platz des Friedens und einer Kranzniederlegung durch Leo Mayer wurde am Sonntagnachmittag in Steinheim der „Holocaust-Gedenktag“ begangen.

Zu der Feierstunde versammelten sich rund 80 Bürger am Friedensdenkmal, um der in die Vernichtungslager deportierten jüdischen Mitbürger zu gedenken. Die Lesungen wurde von Mitgliedern der Initiative „Runder Tisch zum Erinnern und Gedenken der Opfer des Nationalsozialismus des Runden Tischs“ gestaltet. Der vom früheren Bundespräsidenten Roman Herzog eingeführte Gedenktag wird in Steinheim vom Runden Tisch, dem ökumenischen Arbeitskreis der christlichen Kirchen in Steinheim und dem Heimat- und Geschichtsverein vorbereitet. Vorgetragen wurden unter anderem Zeitzeugenberichte von der Deportation jüdischer Mitbürger und eines russischen Soldaten, der bei der Befreiung der Vernichtungslagers Auschwitz am 27. Januar 1945 dabei war.

„Das heutige Erinnern symbolisiert den Widerstand gegen die Wiederholung des Unrechts“, sagte Ortsvorsteher Klaus Romeis. Der Runde Tisch beschäftigt sich mit der Aufbereitung der Geschichte der Steinheimer Opfer während der Zeit des Nationalsozialismus. Im vorigen Jahr wurden für die jüdischen Opfer vor deren ehemaligen Häusern so genannte „Stolpersteine“ verlegt. Zur Zeit befassen sich die Mitglieder des Runden Tisches unter anderem mit den Steinheimer Opfern der Euthanasie-Programme bei den Nationalsozialisten.

hoh

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