Kulturbeauftragter zur Oppenheim-Denkmal-Finanzierung

„Das wäre ein Armutszeugnis für die Stadt“

Hanau - Der städtische Kulturbeauftragte und Leiter des „Gesprächskreis Kultur“ begrüßt die Entscheidung des Stadtparlaments, die elf Meter hohe Stahlskulptur zu Ehren des Malers Moritz Daniel Oppenheim zu errichten.

Und er plädiert dafür, das Kunstwerk nicht ausschließlich aus Spendengeldern zu finanzieren.  Am Tag nach der Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung zugunsten des Oppenheim-Denkmals bedankte sich der ehrenamtliche Kulturbeauftragte und Leiter des „Gesprächskreis Kultur“ für das Engagement dieses Gesprächskreises.

Er begrüßte die Entscheidung der Hanauer Stadtverordneten, aber auch den Erfolg des Oberbürgermeisters in seinem Bestreben, neue Sponsoren für das Denkmal zu finden bis zu der Möglichkeit, dass letztlich weniger als 30.000 Euro aus dem städtischen Etat zu finanzieren sein könnten.

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Zugleich sprach sich Remer aber dagegen aus, die Riesen-Skulptur ausschließlich von Spendern und Sponsoren finanzieren zu lassen. Eine „totale Fremdfinanzierung“ des Denkmals wäre ein „Armutszeugnis“ und „peinlich für die Kulturstadt Hanau“, meint der Politiker der Wählergemeinschaft Bürger für Hanau (BfH). Wörtlich schrieb Klaus Remer an die Mitglieder des „Gesprächskreises Kultur“: „Gestern nun ist nach längerer Debatte das von Herrn Schad konzipierte Moritz-Daniel-Oppenheim-Denkmal von der Stadtverordnetenversammlung beschlossen und damit positiv auf den Weg gebracht worden. Das Abstimmungsverhältnis war deutlich mit 35 Ja-Stimmen, 21 Nein-Stimmen und einer Enthaltung aus der FDP-Fraktion. Die Debatte brachte im Grunde nichts Neues, die Argumente der Minderheit waren im wesentlichen Schein-Argumente.“

Die Mehrheit der Stadtverordneten, die so genannte Kleeblatt-Koalition aus SPD, Grünen und BfH, habe von der Opposition „einfach auf ihre Geschlossenheit hin getestet werden“ sollen, meint der Kulturbeauftragte.

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Auch durch die neuen Informationen von Oberbürgermeister und Kulturdezernent Kaminsky, dass sich inzwischen so viele Sponsoren bereit erklärt haben, sich finanziell an dem Denkmal zu beteiligen, dass letztlich die städtischen Finanzmittel bei unter 30.000 Euro liegen könnten, habe die Opposition in ihrem Abstimmungsverhalten nich umstimmen können. „Der Oberbürgermeister hat eindeutig Flagge gezeigt - wie übrigens schon bei der Entscheidung für die Katase-Skulptur auf dem Kurt-Blaum-Platz vor einigen Jahren - und das ist erfreulich für alle, die sich wie unser Gesprächskreis Kultur für Hanau als Kulturstadt einsetzen“, schreibt Remer, der bei den Mitgliedern des Gesprächkreises dafür plädiert, dass sich die Stadt an dem Kunstwerk finanziell beteiligen müsse.

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