Kurzarbeit dämpft Anstieg der Arbeitslosigkeit

Hanau - Hanau/Main-Kinzig-Kreis (did) Die Wirtschaftskrise hinterlässt auch bei den Betrieben und Unternehmen des Arbeitsamtsbezirks Hanau ihre Spuren, doch Dank der großzügigen Regelungen bei der Kurzarbeit ist die Zahl der Arbeitslosen im Februar nur geringfügig gestiegen.

Agenturleiter Alexander Noblé berichtete gestern von einem Anstieg der Arbeitslosenquote im Main-Kinzig-Kreis um 0,2 Prozent auf mittlerweile 6,3 Prozent.

„Das attraktive Angebot der Bundesregierung zur Kurzarbeit nehmen mehr als 400 Betriebe aus dem Main-Kinzig-Kreis wahr. Allein im Februar kamen 1 000 neue Fälle von Arbeitnehmern in Kurzarbeit hinzu“, erläuterte Noblé. Arbeitslos gemeldet waren zum Monatsende 13 181 Personen, 433 mehr als im Vormonat. Das habe vor allem saisonale Gründe, erklärte der Agenturleiter.

Auch bei den Langzeitarbeitslose, die von der kreiseigenen Gesellschaft AQA betreut und vermittelt werden, war im Februar ein Anstieg zu verzeichnen. Dort wurden 7 445 Personen als arbeitslos gezählt. Das waren 56 Arbeitslose mehr als im Januar 2008. Dieser geringe Anstieg im SGBII-Bereich resultiert freilich daraus, dass erneut freigesetzte Arbeitnehmer in der Regel Ansprüche aus der Arbeitslosenversicherung erhalten und so wieder in den Zuständigkeitsbereich der Arbeitsagentur fallen.

Betriebe und Verwaltungen meldeten dem Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit Hanau bis zum Stichtag im Februar 565 Stellen, das waren 45 mehr als vor einem Jahr. Somit werden derzeit 1 144 Stellenangebote (minus 65 zum Vorjahr) durch die Hauptagentur Hanau und die Geschäftsstellen in Gelnhausen, Schlüchtern und Maintal betreut.

Im Bezirk der Hauptagentur Hanau hat sich die Arbeitslosigkeit im Februar um 235 auf 6 903 Personen erhöht. Im Vergleich zum Februar 2008 gab es 218 Arbeitslose mehr. Die Arbeitslosenquote betrug 7,2 Prozent Vor einem Jahr hatte sich die Quote auf 6,9 Prozent belaufen. Im Bereich Gelnhausen liegt die Zahl aktuell bei 4,8 Prozent, in Schlüchtern bei 5,6 Prozent und in Maintal bei 5,8 Prozent.

„Ein wichtiges Ziel ist die Beschäftigungssicherung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitsnehmern, die von vorübergehendem Arbeitsausfall betroffen sind. Kurzarbeit statt Arbeitslosigkeit heißt es auch im Main-Kinzig-Kreis. Wir appellieren weiterhin an die Unternehmen im Main-Kinzig-Kreis, die Förderung in Anspruch zu nehmen. Mit gleichzeitiger Qualifizierung können wir nicht nur die konjunkturelle Krise überstehen, sondern auch gestärkt aus ihr herauskommen“, appelliert Alexander Noblé an die Unternehmen im Main-Kinzig-Kreis.

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