Kurzarbeit notfalls bis Mitte 2010

Hanau - Main-Kinzig-Kreis (did) Um betriebsbedingte Kündigungen beim Automobilzulieferer Norma in Maintal zu verhindern, soll die derzeit angeordnete Kurzarbeit für die rund 680 Beschäftigten notfalls bis Juni 2010 verlängert werden.

Diese Zusicherung erhielten Landrat Erich und Maintal Bürgermeister Erhard Rohrbach bei einem Gespräch mit der Geschäftsleitung des Unternehmens. „Wir sind uns einig, dass alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden, um die Arbeitsplätze zu erhalten“, fassten Pipa und Rohrbach das Gesprächsergebnis zusammen.

Der Betrieb in Maintal gehört zur weltweit agierende NormaGroup, die seit knapp drei Jahren von dem britischen Finanzinvestor 3i gehalten wird. Aufgrund der Absatzkrise bei Kraftfahrzeugen sind auch bei dem Autozulieferer die Aufträge drastisch zurückgegangen. Daraufhin wurden zunächst alle Zeitverträge sowie befristete Arbeitsverhältnisse nicht verlängert. Für die rund 680 Beschäftigten gilt Kurzarbeit.

„Wir müssen dafür sorgen, dass NORMA mit dem Ende der Konjunkturflaute zügig wieder auf die Siegerstraße zurückkehrt“, so die gemeinsame Erklärung. Die Voraussetzungen seien auch nach Angaben der Geschäftsleitung nicht schlecht. Pipa und Rohrbach äußerten zudem die Erwartung, dass der Finanzinvestor 3i dem Betrieb bei Bedarf finanziell zur Seite steht.

In knapp vier Wochen werde es eine Betriebsversammlung geben, bei der auch Vertreter von Stadt und Landkreis teilnehmen. Außerdem wurde ein weiteres Gespräch mit der Geschäftsleitung verabredet. „Auf dieser Grundlage haben wir die Chance, ohne großen Schaden die schwierige Situation zu meistern“, sind Landrat Pipa und Bürgermeister Rohrbach überzeugt.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare