Blick zurück

Kuscheltiere zur Begrüßung: Heute vor fünf Jahren erreichte der erste Flüchtlingszug Hanau

Hallo Hanau: Ein Kind blickt in die Gesichter der wartenden Menschen im Hanauer Nordbahnhof. 
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Hallo Hanau: Ein Kind blickt in die Gesichter der wartenden Menschen im Hanauer Nordbahnhof.

Es war Punkt 1.39 Uhr, als in der Nacht zum 17. September vor fünf Jahren der erste von zwei großen Flüchtlingszügen am Hanauer Nordbahnhof eintraf. 429 Asylsuchende waren darin – Männer, Frauen und gut 80 Kinder. Wir werfen einen Blick zurück.

Hanau – Auf dem Bahnsteig warteten viele Helfer, um die erschöpften Menschen, die zum Teil eine wochen- und monatelange Flucht hinter sich hatten, in Empfang zu nehmen. Die Feuerwehr Großauheim war vertreten, das Rote Kreuz, aber auch der Ausländerbeirat, der Muslimische Arbeitskreis sowie die Flüchtlingsinitiative „Lampedusa in Hanau“. Sie verteilten Wasserflaschen, Süßigkeiten – und Kuscheltiere. Viele der Flüchtlinge, von denen die meisten aus Syrien, dem Irak und Afghanistan stammten, hatten nur ein paar Plastiktüten oder einen Rucksack dabei.

Feldbetten in der August-Schärttner-Halle.

Wie in anderen Städten, so wurden die Menschen auch in Hanau mit „Refugees-are-welcome-here“-Rufen und mit Applaus begrüßt. Ein zweiter Flüchtlingszug mit 450 Menschen traf gut 24 Stunden später in der Nacht darauf am Nordbahnhof ein. Mit Bussen wurden die Menschen in die August-Schärttner-Halle gebracht, zum Teil aber auch weitergeleitet. Die Schärrtner-Halle diente vor fünf Jahren zwischenzeitlich als Notunterkunft. 1000 Plätze gab es dort. Dann eröffnete das Land Hessen auf einem Teil der Sportsfield Housing in Wolfgang eine Erstaufnahmeeinrichtung. Bis Sommer 2018 war sie belegt, danach wurde sie nicht mehr benötigt, stand leer und wurde vom Land Hessen im März 2019 geschlossen.

Ankunft der Flüchtlinge am Hanauer Nordbahnhof.

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