Arbeiten an der L 3309 haben begonnen

Statt Kunststoff nun Betonwand

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Auf einer Länge von 65 Metern wurde die alte Lärmschutzwand an der L 3309 abgerissen. Dort entsteht nun ein Ersatzneubau aus Beton. Kostenpunkt: rund 250.000 Euro.

Großauheim - An der Landesstraße 3309 in Höhe der Großauheimer Waldsiedlung haben in dieser Woche die Bauarbeiten für eine teilweise Erneuerung der dortigen Lärmschutzwand begonnen. Von Dirk Iding 

Auf einer Länge von rund 65 Metern wurde die alte, zum Teil schon recht schief stehende Mauer abgetragen und soll nun durch eine bepflanzbare Betonmauer ersetzt werden. Die Stadtverordnetenversammlung hatte für Abriss und Neubau 250 .000 Euro bewilligt. Die alte Lärmschutzwand stammt aus dem Jahr 1999. Sie wurde damals als so genannte Recycling-Pflanzwand erstellt. Die Wandkonstruktion bildete ein 5,50 Meter hohes Gerippe aus Kunststoff-Recyclingmaterial, das mit Erde befüllt und anschließend bepflanzt wurde. Die Wand war am Fuß zwei Meter breit und verjüngte sich nach oben auf eine Breite von 70 Zentimetern.

Allerdings erwies sich die Recycling-Pflanzwand als wenig stabil. Sukzessive hatte sich der Zustand der Kunststoff-Wand verschlechtert. Im Zuge dieses „schleichenden Prozesses“ mussten die Fachleute des städtischen Eigenbetriebs Hanau Infrastruktur Service (HIS) feststellen, dass die Wand in Längsrichtung zum Teil eine deutliche Schiefstellung aufwies und dass einzelne Wandelemente bereits herauszubrechen drohten.

Die Stadt schaltete einen Gutachter ein, der zum Ergebnis kam, dass aufgrund der starken Verformung sowie des schlechten baulichen Zustands ein Großteil der Wand abgerissen werden muss. Ein daraufhin zusätzlich eingeschaltetes Ingenieurbüro kam zu einem ähnlichen Ergebnis. Es empfahl den Abriss der Wand auf einer Länge von 65 Metern und einen gleichhohen Ersatzneubau in Betonbauweise. Beton sei langlebiger, kostengünstiger und auch in der späteren Unterhaltung preiswerter, riet das Ingenieurbüro. Auch die neue Betonwand soll später wieder bepflanzt werden. Der restliche Teil der ursprünglichen Recycling-Pflanzwand entlang der L 3309 bis zur Einmündung der Straße „In den Tannen“ ist noch in einem relativ guten baulichen Zustand und kann deshalb erhalten werden.

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