Landratskandidatin unterstützt Initiative der CDU

Main-Kinzig-Kreis als neuer Hochschulstandort

Hanau - Die CDU-Landratskandidatin Srita Heide will sich dafür einsetzen, dass der Main-Kinzig-Kreis Hochschulstandort wird. Sie sieht darin auch einen Beitrag, um junge Leute in der Region zu halten.

„Wenn junge Menschen der Bildung wegen ihre Heimat verlassen müssen, kehren sie in aller Regel nicht mehr zurück“, hat Heide nach eigenen Angaben aus vielen Gesprächen gelernt, die sie in den vergangenen Wochen und Monaten bei ihren Wahlkampftouren im Main-Kinzig-Kreis mit Bürgern geführt hat. „Gerade im Ostkreis bemängeln viele Eltern, dass ihre Kinder nach dem Schulabschluss zu mehr oder weniger weit entfernten Städten mit Universitäten und Fachhochschulen umziehen müssen, weil sie ihren Berufsweg im Main-Kinzig-Kreis nicht weiter verfolgen können.“ Selbst der Weg nach Fulda oder Frankfurt führe dann bei vielen zu der Entscheidung, ihre Heimat zu verlassen. Diese Situation habe nicht nur zur Folge, dass dem ländlichen Raum immer mehr junge Leute verloren gehen, sondern auch, dass heimische Unternehmen nicht mehr genügend Auszubildende finden – und in Folge dessen auch der Fachkräftemangel zunimmt.

Deshalb will Heide eine Initiative der CDU Hanau aufnehmen: „Der Main-Kinzig-Kreis, immerhin der einwohnerstärkste in ganz Hessen, benötigt ein Hochschulangebot oder eine anderweitige Institution zur Berufsausbildung. Dies steht auf meiner Prioritätenliste als Landrätin ganz oben.“ Aus diesem Grund führten Heide und Vertreter der Hanauer CDU gemeinsam mit dem Hanauer CDU-Landtagsabgeordneten Heiko Kasseckert bereits ein Gespräch mit dem Hessischen Wissenschaftsminister Boris Rhein in Wiesbaden.

„Schon 2008 hat die CDU Hanau eine Kooperation mit den Frankfurter Hochschulen angeregt“, berichtete Joachim Stamm. Als ersten Schritt strebe die Hanauer CDU eine Partnerschaft zwischen Wirtschaft, Politik und Hochschule mit den Gymnasien im Kreis an. Gerade für die Materialtechnik seien Hanau und der Main-Kinzig-Kreis ein guter Standort, ergänzte Isabelle Hemsley.

Wissenschaftsminister Rhein wies darauf hin, dass die Landesregierung in den vergangenen Jahren bereits hohe Investitionen zur Konsolidierung der Hochschulen an ihren Standorten vorgenommen habe. Diesen Weg wolle Hessen mit dem Hochschulbau-Investitionsprogramm HEUREKA fortsetzen. Er regte darüber hinaus Gespräche zwischen Stadt und Hochschulen über mögliche Kooperationen auf gezielten Gebieten an. Minister Rhein werde dafür den Kontakt herstellen.

Srita Heide sieht es als Aufgabe eines Landrats, „seinen Bürgerinnen und Bürgern optimale Perspektiven für ein selbstbestimmtes Leben in sozialer Sicherheit zu bieten“. Dafür sei Bildung die wichtigste Voraussetzung. Gleichzeitig sei durch entsprechende Angebote zu verhindern, dass der ländliche Raum ausblute, und für Unternehmen zu gewährleisten, dass sie genügend Auszubildende und Fachkräfte finden, um die wirtschaftliche Stärke der Region zu erhalten und auszubauen. (did)

Für Studenten: Luxus-Appartementhäuser boomen

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare