Meisterschaft in Hanau

Lasertagger strömen nach Hanau

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Im Foyer der Lasertag-Arena an der Willy-Brandt-Straße wurden die Teilnehmer auf einer Leinwand über die aktuellen Zwischenstände und Ergebnisse beim Liga-Spiel informiert.

Hanau - Die Aufmerksamkeit der bundesweiten Lasertag-Szene war am Sonntag auf Hanau gerichtet, wo „Lasertag Deutschland“ in die Arena an der Willy-Brandt-Straße zum Ligaspiel eingeladen hatte.

Insgesamt 16 Mannschaften aus ganz Deutschland waren in die Brüder-Grimm-Stadt gereist, um sich mit den Kollegen im sportlichen Wettstreit zu messen. Die Hanauer Mannschaft „Watch Dogs“ konnte ihre Erfolgsgeschichte fortsetzen, die im vergangenen Jahr mit dem Gewinn des ersten deutschen Lasertag-Pokals begonnen hatte. Die Hanauer siegten im Finale und kletterten damit auf Platz zwei in der Liga.

Lasertag ist eine in Deutschland noch recht junge Sportart, bei der sich die Spieler mit Laserpistolen in einer mit Schwarzlicht ausgeleuchteten und mit Deckungen bestückten Arena gegenseitig markieren, wie es im Jargon der Tagger heißt. Die Elektroden auf einer speziellen Weste vermerken die Treffer. Die Mannschaft, die nach zwei mal sechs Minuten die meisten Markierungen beim Gegner gesetzt hat, hat gewonnen und kommt eine Runde weiter.

„Entscheidend für den Sieg sind Taktik und Teamgeist“, erklärt Holger Jacobi von den „Watch Dogs“, die sich über den großen Zuspruch zum Ligaspiel in Hanau freuten. „Das sind so viele Mannschaften wie noch nie“, sagt Jacobi. Und viele der Lasertagger scheuen auch keine mehrstündigen Autofahrten. Von Hannover bis Rosenheim waren die Teams angereist. Und das bereits am Samstag, um in der Hanauer Arena ein paar Trainingsspiele zu absolvieren.

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Denn die Hanauer Arena ist die einzige der 13 von „Lasertag Deutschland“ betriebenen Einrichtungen, die mit einer Brücke über eine zweite Ebene verfügt. Markierungen können also auch von oben kommen, eine zusätzliche Herausforderung an Aufmerksamkeit und Konzentration für die jeweils sechsköpfigen Teams, deren Begegnungen von fünf Schiedsrichtern überwacht werden.

Voll wie nie war es denn auch am Sonntag im Foyer der Lasertag-Arena, wo die Mannschaften auf ihren Einsatz warteten und das Geschehen in der Arena auf Großbildschirmen mitverfolgen konnten. So um die 120 Leute, schätzt Jacobi, waren am Sonntag vor Ort. Viel Arbeit also auch für die Gastgeber der „Watch Dogs“, die vor der Arena für die Verpflegung der Gäste sorgten und sich in der Arena Spiel um Spiel nach oben arbeiteten, um am Schluss den ersten Platz einzufahren. Es war das erste mal in der Ligageschichte überhaupt, dass eine Heimmannschaft auf eigenem Platz siegt, berichtet Holger Jacobi. Im April wollen die „Watch Dogs“ in Rosenheim den nächsten Ligasieg holen, im Mai wird in Darmstadt um Punkte gerungen. (dk)

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