„Endlich wieder Kaffee mit der Freundin“

Lokale füllen sich nach Öffnung nur langsam wieder - Gäste freuen sich

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Zaghafte Wiederbelebung: Einige Plätze im Außenbereich des „Klara“ am Marktplatz waren gestern nach der Wiederöffnung der Lokale besetzt.

Seit Freitag dürfen Gaststätten wieder öffnen. Die Auflagen in puncto Hygiene und Abstandhalten sind dabei sehr streng. Nehmen die Besucher die Möglichkeit trotzdem wahr, endlich wieder einen Kaffee oder ein Bierchen am Tisch in der Sonne zu genießen und Pasta und Pizza im Lieblingslokal zu essen?

Wir haben uns auf dem Hanauer Marktplatz und am Rondo in Steinheim umgeschaut und umgehört. Im „Klara“ am Hanauer Marktplatz war der 15. Mai – nach exakt zwei Monaten coronabedingter Schließung – ein Tag der Freude für Betreiber, Service-Personal und Gäste. „Wir sind alle froh und glücklich, nach acht Wochen wieder arbeiten gehen zu können“, sagt Gastronom Hans-Peter Steeg-Rivas. „Nach so langer Zeit zu Hause ist man froh, seine Kollegen wieder zu sehen. Gleichwohl ist es ein mulmiges Gefühl mit Abstand halten und Masken tragen.“ 

Er ergänzt: „Mit den Hygienevorschriften macht alles Sinn, keine Frage. Acht, neun Stunden Maske tragen ist für das Servicepersonal aber auch anstrengend.“ Dennoch: „Wir alle freuen uns aber, dass es wieder losgeht“, resümiert der „Klara“-Betriebsleiter. Der Auftakt verlief indes gestern eher schleppend. „Das haben wir uns aber fast gedacht, und ich denke, es wird in den nächsten zwei Wochen anziehen.“ Für ihn ist es sehr wichtig, dass sein Servicepersonal den Arbeitsplatz sicher hat. „Mit 60 Prozent Kurzarbeitergeld rum zu kommen, ist nicht einfach.“ 

Positive Gefühle im „Klara“ - Mehr Reservierungen im „Seecafé“

Bei den Gästen im „Klara“ überwiegt das Positive: „Endlich wieder mit der Freundin einen Kaffee trinken können“, darüber freuen sich zwei junge Frauen, die an einem der Tische auf dem Marktplatz sitzen. „Das Frühstücksgeschäft war heute noch sehr ruhig“, bilanziert Petra Stern, Betreiberin des „Seecafé“ am Einkaufszentrum Rondo in Steinheim. Mittags ab 12 Uhr kamen dann zwar mehr Gäste, aber „das war natürlich kein Vergleich zu Vor-Corona-Zeiten“. 

Für den Abend verzeichnete das „Seecafé“ deutlich mehr Reservierungen. „Viele Stammgäste sind happy, dass wir wieder aufhaben.“ Das „Seecafé“ hat die mehrwöchige Zwangspause genutzt, um den Wintergarten und die Terrasse mit Seeblick zu verschönern. Innen im Restaurant dürfen maximal 45 Gäste sitzen, außen auf der Terrasse 50 sowie weitere um das Café herum.

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