Luftbilder erinnern an Hanauer Schicksalstag

+
Blick von oben: Hanaus Innenstadt

Hanau (cs.) ‐ Es war kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs, als am 19. März 1945 die Wucht des „Totalen Krieges“ auf Hanau zurückschlug: Die Innenstadt wurde durch einen alliierten Luftangriff der britischen Luftwaffe völlig zerstört.

Mehr als 2500 Menschen kamen ums Leben. Wenige Tage später marschierte die US-Army in Hanau ein.

In einer Tafelausstellung erinnert nun der Hanauer Geschichtsverein zusammen mit der Stadt Hanau vom 13. bis 21. März im Foyer des Neustädter Rathauses an die Geschehnisse vor 65 Jahren. Die Eröffnung findet am Samstag, 13. März, um 16 Uhr statt. Den Einführungsvortrag hält Dr. John Zimmermann, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Wehrgeschichtlichen Forschungsamt Potsdam und Lehrbeauftragter an der dortigen Universität.

Im Begleitprogramm referiert am Donnerstag, 18. März, Werner Kurz um 19 Uhr in der Ausstellung zu „Hanau im Bombenkrieg“, ehe am Sonntag, 21. März, ab 15 Uhr Hanauer Zeitzeuginnen im Sitzungssaal des Rathauses ihre Erinnerungen an den Schicksalstag Hanaus und die Wiederaufbauzeit mit dem Publikum austauschen.

Die Ausstellung ist vom 13. bis 21. März täglich von 10 bis 17.30 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Die Sonderausstellung wurde vor 15 Jahren von der AG Militärgeschichte des Hanauer Geschichtsvereins konzipiert und zählte zu den Jahrestagen viele tausend Besucher. Auch diesen Monat werden 36 großformatige Bildtafeln gezeigt, die die Zerstörung der Brüder-Grimm-Stadt dokumentieren. Eine Diaschau gibt Einblicke in das Hanau vor und nach 1945. Der Kampfmittelräumdienst des Regierungspräsidiums stellt Bombenattrappen zur Verfügung, die ein Bild von den Unheil bringenden Waffen der damaligen Zeit liefern. Ergänzt wird die Schau durch bisher unbekannte Bilder von US-Luftangriffen auf Hanau im November und Dezember 1944.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare