Polizei schätzt Schaden auf 10.000 Euro

Auto von AfD-Politiker in Flammen

Main-Kinzig-Kreis - In der Nacht zum Mittwoch ging in Ahl, einem Stadtteil von Bad Soden-Salmünster, das Auto des AfD-Kreistagsabgeordneten Sven Kirsten in Flammen auf. An einem in der Nähe geparkten Fahrzeug wurden Reifen zerstochen.

Laut Polizei entstand ein Sachschaden in Höhe von 10.000 Euro. Die Staatsanwaltschaft Hanau teilte auf Anfrage mit, dass „es mehrere Vorfälle ähnlicher Art“ gegeben habe, wollte sich aber nicht dazu einlassen, ob jeweils Sven Kirsten der Geschädigte war. Aus ermittlungstaktischen Gründen würden keine weiteren Angaben gemacht.

Kirsten selbst wollte sich nicht öffentlich äußern. Wie der AfD-Fraktionsvorsitzende im Kreistag, Dr. Wolfram Maaß, erklärte, sei Kirsten seit seinem Einzug in den Kreistag bereits verschiedenen Attacken ausgesetzt gewesen. Bislang hätten Partei und Fraktion dies auf seinen Wunsch hin nicht veröffentlicht, mit dem Fahrzeugbrand sei aber eine neue Dimension erreicht. Maaß geht davon aus, dass es sich um „politische Attacken aus gewissen Kreisen“ handelt. Warum sich diese auf Kirsten konzentrieren, könne er nicht sagen. Maaß will für die nächste Kreistagssitzung eine Resolution vorbereiten, mit der die Attacken gegen Kirsten verurteilt werden sollen.

Nicht der erste Fall in der Region 

Bereits vor zwei Monaten hatten sich Vertreter der AfD in Hanau als Opfer eines „links-extremistischen Anschlags“ gesehen. Was war passiert? Angeblich wurden mehrere Reifen an Pkw von Anhängern und Mitgliedern der rechtspopulistischen Partei zerstochen. In Dreieich war im Februar das Auto des AfD-Politikers Maximilian Müger offenbar angezündet worden. Wie die Offenbacher Kripo mitteilte, gehen die Brandursachenermittler davon aus, dass das Feuer vorsätzlich gelegt wurde. (azi/dr)

SOS vom Smartphone: Das Mobiltelefon als Nothelfer

Rubriklistenbild: © Symbolfoto: dpa

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Mehr zum Thema

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion