Neun Jahre nach dem Verschwinden

Polizei rollt Fall der vermissten „Andrea König“ wieder auf

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Seit Dezember 2008 ist „Andrea König“ verschwunden - jetzt wird der Fall neu aufgerollt.

Hanau/Bad Orb - Rund neun Jahre nach dem Verschwinden einer Prostituierten aus dem Main-Kinzig-Kreis erhoffen sich Ermittler neue Hinweise durch die Fernsehsendung "Aktenzeichen XY... ungelöst". Der Fall wird morgen im ZDF vorgestellt, wie die Staatsanwaltschaft Hanau und die Polizei berichten.

Die Vermisste Andrea Kunz

Die damals 47-Jährige Andrea Beate Kunz aus Frankfurt hatte laut Ermittlern eine Wohnung in Bad Orb, in der sie unter dem Namen "Andrea König" Freier empfing. Zuvor hatte sie von 2005 bis 2006 eine ähnliche Wohnung in Biebergemünd. Am Abend des 5. Dezember 2008 sollte sie angeblich von einem Kunden aus dem Raum Schlüchtern zu einem dortigen Hausbesuch abgeholt werden. Ob sie dort jemals ankam oder ob die Fahrt woanders hinging, ist bis heute ungewiss. Der Mann, der damals auf 30 bis 40 Jahre geschätzt wurde, soll aus einer reichen Familie stammen. Die Kripo Hanau bringt ihn mit einem eher wohlhabenden Elternhaus in Verbindung, in dem es eine Sauna und sogar ein eigenes Schwimmbad gegeben haben soll. Die Prostituierte soll ihn schon aus ihrer Zeit in Biebergemünd gekannt haben.

Bekannt ist, dass die Vermisste letztmalig am Tag ihres Verschwindens abends gegen 22.00 Uhr bei ihrem Ehemann anrief und von Schwierigkeiten berichtete. Zu diesem Zeitpunkt dürfte sich die 47-Jährige in der Nähe von Alzenau im Bereich des Hahnenkamms aufgehalten haben. Was die Frankfurterin in die hessisch-bayerische Grenzregion führte, die etwa 50 Kilometer von Schlüchtern entfernt liegt, konnte bislang nicht geklärt werden.

Die Ermittler gehen davon aus, dass die Frau einem Verbrechen zum Opfer gefallen sein könnte - wenngleich es aber auch Gerüchte gab, dass sie womöglich an einem anderen Ort ein neues Leben begonnen haben könnte.

Die heute 57-jährige Andrea Kunz ist etwa 1,65 Meter groß, ist zum Zeitpunkt ihres Verschwindens schlank und trägt schulterlanges, gelocktes schwarzes Haar mit roten Strähnen und spricht Frankfurter Dialekt. Am linken Unterarm hat sie eine markante Tätowierung in Form eines stilisierten Kreuzes mit Strahlenkranz. Zuletzt bekleidet ist mit einer blauen Jeans und einer schwarzen Winter-Langjacke, das Innenfutter ist schwarz/braun gemustert. (dpa/jo)

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