Bundestagsabgeordnete will Christdemokraten endlich wieder einen

Leikert bewirbt sich um CDU-Vorsitz

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Will Vorsitzende der CDU Main-Kinzig werden: Die CDU Bundestagsabgeordnete Dr. Katja Leikert hat ihre Kandidatur angekündigt.

Main-Kinzig-Kreis - Die CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Katja Leikert will neue Vorsitzende der CDU Main-Kinzig werden. Von Dirk Iding

Leikert hat sich nach der Nicht-Wiederwahl des bisherigen Vorsitzenden Johannes Heger zur Kandidatur um den Vorsitz bereit erklärt und erfährt dafür Unterstützung. So haben sich die CDU Stadtverbände Hanau, Gelnhausen und Sinntal bereits in einer gemeinsamen Presseerklärung für Leikert als neue Vorsitzende des Kreisverbandes mit rund 2 200 Mitgliedern ausgesprochen. Auch der CDU-Landtagsabgeordnete Heiko Kasseckert begrüßt die Kandidatur Leikerts. Die CDU-Politikerin, die seit 2013 dem Deutschen Bundestag als direkt gewählte Abgeordnete des Main-Kinzig-Kreises angehört, gilt als vor Ort gut vernetzt. Leikert ist Vorsitzende der Frauen Union Main-Kinzig und gehört als Beisitzerin dem noch geschäftsführend im Amt befindlichen Vorstand der CDU Main-Kinzig an.

Im Gespräch mit unserer Zeitung erklärte die 43-Jährige, sie wisse, dass wenn sie als Vorsitzende gewählt werde, „eine große Aufgabe auf mich zu kommt“. Denn der Kreisverband ist in schweres Fahrwasser geraten. Der Eklat beim jüngsten Parteitag, als der bisherige Vorsitzende Heger überraschend nicht wiedergewählt wurde und die Versammlung abgebrochen werden musste, zeigte, wie groß das Misstrauen von weiten Teilen der Parteibasis gegenüber dem Kreisvorstand ist.

Heger steht nicht nur als Kreisvorsitzender nicht mehr zur Verfügung, auch seinen Posten als Kreisbeigeordneter, für den er von der CDU-Fraktion im Kreistag einstimmig nominiert worden war, wird er nicht antreten. Hierfür hat die CDU Main-Kinzig ein neues Bewerbungsverfahren eröffnet.

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Ihre Hauptaufgabe als mögliche neue Vorsitzende sieht Katja Leikert darin, neues Vertrauen aufzubauen und den CDU-Kreisverband zusammenzuführen. Inhaltlich sei die CDU Main-Kinzig durchaus geschlossen, meint Leikert. Dies habe sich auch beim jüngsten Parteitag gezeigt, als die Delegierten einstimmig für die Koalitionsvereinbarung mit der SPD auf Kreisebene gestimmt hatten, bevor es anschließend bei der Vorstandswahl zum großen Knall kam.

„Wir müssen endlich davon wegkommen, dass wir uns immer wieder an Personalfragen aufreiben“, forderte Leikert. Alle Orts- und Gemeindeverbände der CDU seien nun aufgefordert, Personalvorschläge für alle zu besetzenden Positionen im Kreisvorstand zu machen. Als möglicher Termin für den CDU-Kreisparteitag mit Vorstandswahl gilt der 4. Mai.

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