Gewaltsamer Tod in Mexiko

Obduktion zeigt: Radler mit Schuss aus Distanz getötet

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Der Bruder des Toten hatte zwei Monate gewartet, bis er die Leiche nach Deutschland bringen konnte.

Mexiko Stadt/Hanau - Nach dem gewaltsamen Tod eines deutschen Radfahrers in Mexiko ist dessen Leiche untersucht worden.

Der sterblichen Überreste des 43-Jährigen aus Freigericht wiesen eine Schussverletzung am Schädel auf, wie Oberstaatsanwalt Dominik Mies am Mittwoch auf Anfrage nach der Obduktion sagte. Der Schuss sei aus einer Waffe größeren Kalibers und aus einiger Distanz abgefeuert worden. Es habe sich nicht um einen aufgesetzten Schuss gehandelt. Die deutschen Behörden ermitteln wegen der Todesursache.

Der Mann aus Freigericht war Ende April in Mexiko bei einer Fahrradtour getötet worden. Der gewaltsame Tod des 43-Jährigen und eines polnischen Radlers hatten für Entsetzen gesorgt. Die beiden Männer waren bei einer Tour durch den südlichen Bundesstaat Chiapas verschwunden. Zwei Wochen später wurde die Leiche des Deutschen an einem Hang nahe San Cristóbal de las Casas entdeckt. Die Leiche des toten polnischen Radlers war bereits zuvor gefunden worden, die Täter hatten ihm mit einer Machete den Kopf abgetrennt. Außerdem fehlten ein Fuß und das Herz.

Die zuständige Staatsanwaltschaft in Chiapas hatte zunächst von einem Unfall der Radler gesprochen. Unter dem wachsendem Druck der Öffentlichkeit wurden dann jedoch Mordermittlungen eingeleitet. Knapp zwei Monate hatte Rainer Hagenbusch, der Bruder des Toten gewartet, bis er die Leiche seines Bruders von Mexiko nach Deutschland bringen konnte. (dpa)

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