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Masken auch im Unterricht: Schulstart in Hanau mit Einschränkungen für Lehrer und Schüler

Durchschnaufen nicht möglich: Schülerinnen der Hanauer Karl-Rehbein-Schule mit Mund-Nasken-Masken. Die Entscheidung, ob die Masken auch im Unterricht getragen werden müssen, fällen die Schulen individuell.
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Durchschnaufen nicht möglich: Schülerinnen der Hanauer Karl-Rehbein-Schule mit Mund-Nasken-Masken. Die Entscheidung, ob die Masken auch im Unterricht getragen werden müssen, fällen die Schulen individuell.

Für knapp 12000 Schüler und den öffentlichen allgemeinbildenden Schulen in Hanau sowie die Kinder und Jugendliche an der hiesigen Privatschulen hat gestern der Präsenzunterricht begonnen. Wegen der Corona-Regelungen war der Start ins neue Schuljahr aber einer, den es so noch nie gegeben hat. Nachdem vor den Ferien lediglich in Grundschulen eingeschränkter Unterricht stattfand, wurde nun an allen Schulen erstmals seit der Schließungen Mitte März wieder der Unterricht aufgenommen - ein Normalbetrieb unter Pandemiebedingungen.

Hanau/Großauheim –„Es ist der ungewöhnlichste Zustand, den man sich an einer Schule vorstellen kann“, begrüßte gestern Schulleiter Dr. Alig die neuen Elftklässler in der Lindenauhalle. Insgesamt 1180 Schüler besuchen die fünften bis 13. Klassen der Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe; 50 gehören zur Risikogruppe. Sie werden im Rahmen des „Homeschooling“ betreut.

Mit dem Schulbesuch ist wieder „etwas mehr Normalität eingekehrt, wenngleich wir nun alle Maske tragen müssen“, so Schulsprecher Boran Dizdün. Beim ersten Wiedersehen mit den Klassenkameraden nach den monatelangen Schulschließungen war Corona natürlich das Gesprächsthema. „Ich habe mir heute zweimal überlegt, ob ich Mitschüler mit Umarmung begrüßen soll“, sagte Dizdün.

Hanau: Mundschutz in der Schule nur auf Probe

An der Lindenauschule tragen die Schüler nun drei Wochen lang auf Probe Mund- und Nasenschutz – auch während des Unterrichts. Nur in den Pausen auf dem Schulhof kann auf die Masken verzichtet werden, weil das Areal für die Jahrgangsstufen in Zonen aufgeteilt ist. „Wenn es heiß wird, ist Maskentragen zwar anstrengend. Auf alle Fälle aber ist es ein richtiger und wichtiger Schritt für den Unterricht“, meint der stellvertretende Schulsprecher Lennart Häring.

Eine Gruppe von neuen Oberstufenschülern an der Lindenauschule nach der Begrüßungsveranstaltung mit ihrem Lehrer auf dem Weg ins Schulgebäude – mit Mundschutz, wie vorgeschrieben.

Auch an der Hohen Landesschule in Hanau, die von 1480 Schülern besucht wird, müssen die Gymnasiasten zusätzlich zu der vom Land Hessen für die Flure festgelegten Maskenpflicht in den ersten Tagen auch in den Unterrichtsräumen Masken tragen, berichtet der kommissarische Hola-Schulleiter Helge Messner. „Das werden wir nach 14 Tagen auch evaluieren.“ Das gilt auch für die Karl-Rehbein-Schule.

Schülerin aus Hanau: Mundschutz sei auch zum Schutz der Mitmenschen

„Mit dem Maskentragen schützt man sich selbst und auch seine Mitmenschen. Man muss es eben aushalten“, meint Naomi aus der Klasse 11a der Großauheimer Lindenauschule.

„Mund-Nasenschutz-Tragen ist wichtig“, sagen Lindenauschulsprecher Boran Dizdün, sein Stellvertreter Lennart Häring sowie die Elftklässlerinnen Naomi und Mariam (von links).

Beim Schulstart am Montag spielte auch an Hanauer Schulen das Thema der Reiserückkehrer aus Risikogebieten eine Rolle. „Wir haben heute Morgen die Schüler befragt, ob sie in den Ferien in Risikogebieten waren. Wenn ja, müssen sie innerhalb von sieben Tagen einen Corona-Test machen“, berichtete Lindenauschulleiter Dr. Alig. Wegen der unklaren Situation wurden sechs Schüler aus der Mittel- und Oberstufe vorsorglich wieder nach Hause geschickt. Ein Schüler etwa sei kürzlich erst per Bus aus Rumänien zurückgekehrt.

Schulleiter der Karl-Rehbein-Schule in Hanau: Keine Unregelmäßigkeiten

An der Karl-Rehbein-Schule war so etwas am Montag nicht notwendig, berichtet Schulleiter Jürgen Scheuermann. Es gab offenbar keine Unregelmäßigkeiten – „soweit uns bekannt ist“, schränkt Scheuermann ein. Der Start am Innenstadt-Gymnasium sei insgesamt „geordnet und diszipliniert“ verlaufen.

Auch die Einschulungsfeiern standen im Zeichen von Corona. An den weiterführenden Schulen wurden die Neulinge in Gruppen geteilt - an der Rehbein-Schule gab es gar acht solcher Veranstaltungen. Und an der gymnasialen Oberstufe der Lindenauschule wurden die 90 neuen Oberstufenschüler in zwei Gruppen begrüßte, damit Abstand- und Hygieneregeln eingehalten werden konnten. Eltern, wie sonst üblich, waren diesmal nicht zugelassen. Auch das eine der vielen Einschränkungen, die der Corona-Pandemie geschuldet sind.

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