Mehrsalzgrotte findet großen Anklang

Hanau - Neues Angebot der „Spessart-Therme“ einzigartig in Hessen / Mineralien vom Toten Meer

Main-Kinzig-Kreis (did) Mit der Eröffnung einer Salzgrotte hat die Stadt Bad Soden-Salmünster als Betreiber der „Spessart-Therme“ offenbar eine gute Entscheidung getroffen. Innerhalb von zwei Monaten besuchten bereits mehr als 10 000 Gäste das neue therapeutische Angebot. Die Wände sowie der Boden der beiden Grotten bestehen aus Pflastersteinen aus Salz direkt vom Toten Meer. „Die Steine geben das Salz und andere Mineralien in die Raumluft ab und sorgen für ein gesundheitsförderndes Mikroklima“, erläutert Bürgermeister Lothar Büttner. Mit einer Konzentration von rund 28 Prozent liege der Salzgehalt neunmal höher als an der Meeresküste.

„Ich habe bereits zahlreiche positive Stimmen zu der Wirksamkeit der Totes-Meer-Salzgrotte gehört“, berichtete Landrat Erich Pipa bei einem Informationsbesuch in der „Spessart-Therme“. Die wechselnden Lichteffekte und die ruhigen Klänge aus den Lautsprechern tragen ebenfalls zur Entspannung bei. Die Therme bietet zudem eine zweite Salzgrotte für Familien mit Kindern an.

„Insgesamt verfügen wir über rund 30 Sitzplätze, die auf Anfrage vergeben werden“, erklärt Betriebsleiter Michael Lehrbacher. Der jeweilige Aufenthalt ist auf 45 Minuten begrenzt. Diese Zeit reicht aus, um einen spürbaren Effekt für die Atemwege zu erzielen. Die Salzgrotten sind in normaler Alltagskleidung zu betreten, nur die Schuhe werden mit Überzügen aus Plastik geschützt.

In beiden Grotten wurden rund 26 000 Salzsteine verbaut. Hinzu kommen etwa 4,5 Tonnen Schüttsalz als Bodenbelag. In Deutschland gibt es inzwischen mehrere dieser Grotten, die Einrichtung in Bad Soden-Salmünster ist die erste und einzige in Hessen.

In Verbindung mit der Badelandschaft, dem neuen Saunabereich, dem medizinischen Fitnesszentrum und den verschiedenen therapeutischen Anwendungen deckt die Spessart Therme ein umfassendes Spektrum ab. „Die Gäste honorieren das große Engagement der Kurstadt und die vielfältigen Modernisierungen“, bestätigt Pipa die Arbeit der vergangenen Jahre.

Zuletzt machten sich allerdings mehrere Stammgäste und Kurbesucher aus der Region ernsthafte Sorgen um die Spessart-Therme. „Sie hatten die Berichte über die Schließung des Bades in Bad Soden falsch zugeordnet“, berichtete Michael Lehrbacher. Die Anrufer wurden darüber aufgeklärt, dass die Therme im Taunus zwar geschlossen wird, das Angebot im Spessart aber in vollem Umfang erhalten bleibt.

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